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Bürogebäude der Zukunft

Bürogebäude der Zukunft

Vermehrt kursieren Begriffe wie „Smart Spaces“ oder „Internet of Things-Building“. Doch was ist der Mehrwert im Vergleich zur klassischen Raumautomation? Und welche grundsätzlichen Änderungen ergeben sich im Planungsprozess?

Im Umfeld von Raumautomation ist heute schon viel realisierbar – üblicherweise in Bezug auf Licht-, Temperatur- und Verschattungsfunktionen. Zusätzlich stehen nun auch sogenannte „Mehrwertdienste“ zur Verfügung. So ist es beispielsweise möglich, Mitarbeiter und Gäste durch das Gebäude zu navigieren. Verfügbare Besprechungsräume beziehungsweise Arbeitstische können angezeigt und gebucht, Sensordaten für Auslastungsanalysen von Büroflächen und Anpassung von Service- oder Reinigungsintervallen verwendet werden.

Grundvoraussetzung dafür ist allerdings die Anbindung der klassischen Automation an IT-basierte Building-Management-Systeme, was eine entsprechende protokollbasierte Verknüpfung der Raumautomation an diese Systeme erfordert. Wie mit jeder Technologie kann man ebenso Gebäudeautomation sehr zum Wohle des Menschen und zur „Flexibilisierung“ von Büroflächen einsetzen. Zur Auswahl ist der konkrete Nutzen zu bewerten und die Umsetzungskomplexität zu beachten.

Wichtig ist in Summe das richtige Augenmaß und die sachgerechte Planung – angefangen bei der konkreten Ausformulierung des zu erwartenden Nutzens bis hin zu Sicherheitsaspekten im Sinne eines störungsfreien Betriebs.

Autor: Prof. Dr. Michael Krödel, Geschäftsführer, Institut für Gebäudetechnologie (IGT)

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Vernetzte Sicherheit im Smart Building

Die Vernetzung sicherheitstechnischer Systeme untereinander sowie mit anderen gebäudetechnischen Anlagen bietet heute eine Vielzahl an Möglichkeiten. Noch Zukunftsmusik sind denkbare Szenarien: Gebäudenutzer mit Mobilgeräten oder anderen vernetzten “Wearables” erhalten im Gefahrenfall eine personalisierte Warnung, und das mit der Gebäudeautomatisierung verbundene Smartphone weist mittels Navigation den Fluchtweg aus dem Gebäude. Ein adaptives Fluchtweglenkungssystem wertet die Informationen der vernetzten Mobilgeräte aus und vermeidet durch intelligentes Umsteuern gefährliche Stauungen in den Fluchtwegen. Die kombinierte Nutzung von Sensoren sicherheits- und gebäudetechnischer Systeme eröffnet Optionen für zusätzliche Funktionalitäten: So liefern Bewegungsmelder einer Einbruchmeldeanlage und Temperatursensoren von Brandmeldern gemeinsam wertvolle Daten, die zur Lüftungssteuerung eines Gebäudes genutzt werden können. Voraussetzung für das problemlose Funktionieren der verschiedenen Technologien ist eine Gewerke-übergreifende digitale Planung, universelle Standards für alle an der Konzeption und dem Betrieb Beteiligten, hohe IT-Sicherheit und ein guter Datenschutz. Die Komplexität der künftigen Anforderungen schon heute zu überblicken, ist ein Erfolgsfaktor für alle gebäudebezogen arbeitenden Experten.

Autor: Iris Jeglitza-Moshage, Geschäftsleitung, Messe Frankfurt GmbH

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Moderne Gebäudeautomation mit IP-Technologie.

Gebäudeautomation mit IP

Zunehmend tritt Gebäudeautomation mit IP-Technologie in den Mittelpunkt des Interesses. Zeitgemäße Konzepte zur Digitalisierung finden aber noch recht mühsam Einzug in den eher konservativen Sektor der Gebäudeautomation. Gerade vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 und Smart Building könnte die Branche weiter sein.

Der Einsatz umfassender Automationslösungen macht Gebäude energieeffizienter und nutzerfreundlicher. So wird ein Höchstmaß an Komfort, Produktivität und Sicherheit erreicht. Mit der IP-basierten Technologie verschmelzen Gebäudeautomation mit IP und IT vollständig in einem Netzwerk. Und das Beste: Durch die Verwendung von etablierten und standardisierten Sicherheitsmechanismen der IP-Welt werden potenzielle Einfallstore geschlossen.

Moderne TGA-Konzepte arbeiten bereits heute mit End-to-End-Verschlüsselungen, Autorisierungen und Authentifizierungen. So schützt man sich vor ungewollten Zugriffen auf das Firmennetzwerk. Sowohl das Datennetz als auch die Gebäudetechnik sind gesichert. Dank User-Rechtevergabe und Einsatz von Netzwerkvirtualisierung können nur authentifizierte Nutzer bzw. Endgeräte auf das Automationssystem zugreifen.

Eine dezentrale Gebäudeautomation mit IP hat den entscheidenden Vorteil, dass lokale Defekte nur einzelne Räume betreffen und keinen kompletten Systemausfall zur Folge haben. Zudem profitieren die IP-basierten Smart-Building-Lösungen von den erprobten und zuverlässigen Sicherheitsanforderungen der Netzwerkkommunikation.

Mit der zunehmenden Digitalisierung werden immer mehr Geräte und TGA-Systeme miteinander interagieren. Es ist daher davon auszugehen, dass zukünftige TGA-Konzepte auf Standards, Protokolle und Dienste der IT-Welt aufbauen werden. Denn IP-basierende Konzepte haben die Kapazität neben Daten, Medien und Bürokommunikation auch noch die Vernetzung der Gebäudeautomation und -leittechnik zu übernehmen. Dieser integrative Ansatz macht die Einrichtung zusätzlicher hardwarebasierter Infrastrukturen überflüssig. Der Investor profitiert zudem von einem reduzierten Planungs- und Verkabelungsaufwand, dem Einsparen von Rohstoffen und Materialkosten sowie der Verringerung von Schnittstellen zwischen IT und Gebäudetechnik.

Autor: Nikolaos Zacharias, Business Unit Manager, Microsens GmbH & Co. KG

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Energieeffizienz durch Gebäudeautomation

Kosten senken, das kann man heute nicht mehr nur mit Dämm-Maßnahmen und intelligenter Architektur. Bei der Energieeffizienz wird die Gebäudeautomation immer wichtiger.

Während in der Vergangenheit die Bedienung von Anlagen das Hauptziel der Gebäudeautomation war, hat sich ihr Funktionsumfang in den letzten Jahren stark erweitert (siehe VDI 3813 Blatt 2). Dabei rückt die Energieeffizienz zunehmend in den Mittelpunkt. Nicht nur in Privathaushalten werden zum Beispiel einfache Heizkörperthermostate durch intelligente Stellglieder ersetzt, welche die Raumtemperatur bei Abwesenheit herunter regeln. Bei der nutzungsabhängigen Automatisierung gibt es allerdings noch viel Luft nach oben. Nach wie vor brennt permanent Licht in unbenutzten Aufzügen, Besprechungsräume werden auf wohlige 22 Grad geheizt – obwohl kein Meeting stattfindet.

Entscheidend für ein effizientes Energiemanagement ist die Vernetzung: Je mehr Informationen die Gebäudeautomation beispielsweise über Zustand, die Nutzung oder Anwesenheit von Personen hat, umso exakter können die definierten Raumparameter während der Nutzung eingehalten und danach die jeweils energiesparendsten Anlagenzustände herbeigeführt werden. Den Belegungsplan für das Besprechungszimmer mit der TGA zu vernetzen, ist heute technisch kein Problem mehr – eher eine Frage von Organisation, Akzeptanz und Flexibilität.

Autor: Thomas Terhorst, Geschäftsführer, Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik im VDI – Verein Deutscher Ingenieure e.V.

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Messerundgänge auf der Light + Building

Die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) bietet auf der Light + Building vom 13. bis 17. März 2016 in Frankfurt am Main wieder täglich fachlich geführte Messerundgänge für Planer, Architekten, Betreiber und leitende Mitarbeiter aus der Gebäudetechniker an. Die Rundgänge sind kostenlos. Darin eingeschlossen sind eine Eintrittskarte für den Tagesbesuch, der exklusive Besuch der Messe-Lounge und ein Messehandbuch mit den Höhepunkten und Ansprechpartnern. Im Anschluss an die Messe erhalten die Teilnehmer die Informationen der besuchten Aussteller per Post zugeschickt. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Die Anmeldung erfolgt über die Website der DGWZ.

Wie in den Vorjahren besuchen die Rundgänge in zwei Stunden acht Aussteller und zeigen einen kompakten Überblick über die weltgrößte Messe für Licht und Gebäudetechnik. Auf den Ständen der Aussteller präsentieren die zuständigen Ansprechpartner Produktneuheiten, Innovationen, Technologien und Designs, die unter planerischen und technischen Gesichtspunkten besonders interessant sind.

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Digital vernetzt auf der Light + Building 2016

Motto der Light + Building 2016: Digital - individuell - vernetzt. Messe FrankfurtDie Light + Building, Weltleitmesse für Licht- und Gebäudetechnik, findet das nächste Mal vom 13. bis 18. März 2016 in Frankfurt statt.

Rund 2.500 Aussteller präsentieren ihre Neuheiten für Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation. Dieses integrierte Angebot macht die Light + Building zur Weltleitmesse mit einem in Tiefe und Breite einzigartigem Produktspektrum. Die Ansprüche an Sicherheit, Energieeffizienz und Komfort steigen. Um sie zu erfüllen, muss die Gebäudetechnik verschiedenste Gewerke bündeln. “Digital – individuell – vernetzt” heißt deshalb das Leitthema 2016. Täglich geführte Messerundgänge für technische Planer werden von der DGWZ angeboten.

Autor: Messe Frankfurt GmbH (mf)

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Messehandbuch für Planer - Light+Building 2014

Unternehmensprofile zur Light + Building veröffentlicht

Messehandbuch für Planer - Light+Building 2014Die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) hat erstmalig zur Light + Building 2014 das Messehandbuch für Planer veröffentlicht. In dem Handbuch werden 21 Hersteller zur Licht- und Gebäudetechnik vorgestellt. Zu jedem Unternehmen sind die Ansprechpartner für Planer genannt und das Unternehmensprofil, das Leistungsportfolio und die aktuellen Produkthöhepunkte zur Light+Building enthalten. Das Handbuch dient als Nachschlagewerk für Planer und kann auf der Website www.dgwz.de/light-building kostenlos heruntergeladen werden.

Die DGWZ ist Partner der Messe Frankfurt und hat zur Light + Building täglich fachlich geführte Messerundgänge für Architekten, Ingenieure, Fachplaner und Mitarbeiter von Planungsabteilungen angeboten. 67 mal wurden die Aussteller in insgesamt elf Rundgängen von 218 Planern besucht. Alle Teilnehmer haben das Messehandbuch in gedruckter Form und im Anschluss an die Messe ein Paket mit den Unterlagen der Aussteller erhalten.

Die Resonanz auf die Planerrundgänge und das Messehandbuch war bei Ausstellern und Teilnehmern durchweg positiv. “Als Besucher wird man von einer Messe dieser Größe erschlagen. Die Rundgänge haben in zwei Stunden einen schnellen Überblick über die wichtigsten Innovationen vermittelt und für einen direkten Zugang zu den richtigen Ansprechpartnern bei den Ausstellern gesorgt. Mit dem Messehandbuch konnte man die Messe zusätzlich auf eigene Faust erkunden”, äußerte sich Bernhard Löffler, Geschäftsführer von RS Ingenieure Gesellschaft für technische Gebäudeausrüstung mbH aus München, zufrieden über seinen Messebesuch. Die Aussteller waren ebenfalls über den guten Zuspruch erfreut und auf den Besuch der Planergruppen sehr gut vorbereitet.

Die Light + Building ist mit 2.458 Ausstellern die weltgrößte Messe für Licht und Gebäudetechnik, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation sowie Software für das Bauwesen. An den sechs Messetagen kamen 211.500 Fachbesucher.

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