
Übersicht Flurförderzeuge
Einführung | Einsatzbereiche | Vorschriften | Hersteller | FAQ | Weitere Informationen
Einführung
Flurförderzeuge (FFZ) sind eine essenzielle Kategorie von Arbeitsmitteln in der modernen Intralogistik und Lagerhaltung. Es handelt sich um radbewegliche, nicht schienengebundene Transportmittel, die zum Heben, Stapeln und Bewegen von Lasten auf ebenen, innerbetrieblichen Flächen dienen.
Der bekannteste Vertreter dieser Gerätekategorie ist der Gabelstapler. Zu der Gruppe der Flurförderzeuge gehören Handhubwagen, Schubmaststapler, fahrerlose Transportsysteme (FTS). Ihre Hauptaufgabe ist die Steigerung der Effizienz und die Sicherstellung eines reibungslosen Materialflusses in Lägern, Produktionshallen und Verteilzentren. Die Auswahl des richtigen Flurfördergeräts ist entscheidend für die Optimierung von Arbeitsabläufen und die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards.
Einsatzbereiche
1. Lagerung und Kommissionierung
- Hochregallager: Schubmaststapler und Hochhubwagen sind ideal für das Ein- und Auslagern von Paletten in große Höhen und auf engem Raum.
- Kommissionierung: Niederhubkommissionierer und Horizontal-Kommissionierer ermöglichen das effiziente Sammeln von Einzelartikeln aus Regalen.
- Blocklager: Gegengewichtsstapler (Verbrenner- oder Elektrostapler) sind das Mittel der Wahl für das Stapeln und den Transport schwerer Paletten über kurze und mittlere Strecken.
2. Innerbetrieblicher Transport
- Horizontales Bewegen: Niederhubwagen (Ameisen), sowohl elektrisch als auch manuell, werden primär für den Transport von Paletten am Boden und das Be- und Entladen von Lkw eingesetzt.
- Automatisierung: Fahrerlose Transportsysteme (FTS/AGVs) übernehmen zunehmend repetitive Transportaufgaben zwischen Produktionslinien und Lagerbereichen.
3. Sonderanwendungen
- Geländeeinsatz: Geländestapler sind speziell für unebene Böden oder den Einsatz im Freien (z. B. auf Baustellen oder in Sägewerken) konzipiert.
- Schmalgänge: Spezielle Schmalgangstapler arbeiten effizient in extrem engen Lagergassen und können Paletten beidseitig aufnehmen, ohne die Gasse verlassen zu müssen.
Vorschriften
Hersteller
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Flurförderzeugen
Was gehört alles zu den Flurförderzeugen?
Zu den Flurförderzeugen gehören alle nicht-schienengebundenen, radbeweglichen Geräte zum Heben, Stapeln und Transportieren von Lasten. Die Hauptgruppen sind: Gabelstapler (Gegengewichtsstapler), Hubwagen (Hand- und Elektro-Niederhubwagen), Schubmaststapler, Hochhubwagen, Kommissionierfahrzeuge und Fahrerlose Transportsysteme (FTS).
Was ist der Unterschied zwischen Hubwagen und Stapler?
Der Hubwagen dient primär dem horizontalen Transport von Lasten am Boden und kann diese nur minimal anheben. Der Stapler (z. B. Gabelstapler) dient zusätzlich zum Transport auch dem vertikalen Transport, sprich dem Stapeln von Lasten in große Höhen. Stapler benötigen in der Regel einen Staplerschein, Hubwagen nicht immer.
Wer darf Flurförderzeuge bedienen?
Das Bedienen von Flurförderzeugen, insbesondere von Gabelstaplern, ist nur Personen gestattet, die:
1. Mindestens 18 Jahre alt sind.
2. Körperlich und geistig geeignet sind (betriebsärztliche Untersuchung).
3. Theoretisch und praktisch ausgebildet wurden (gemäß DGUV Vorschrift 68) und einen Fahrausweis (Staplerschein) besitzen.
Welche Antriebsarten gibt es bei Gabelstaplern?
Die gängigsten Antriebsarten sind:
Elektrostapler: Emissionsfrei und leise, ideal für Innenbereiche. Betrieben mit Blei-Säure- oder Lithium-Ionen-Batterien.
Verbrennungsmotorische Stapler: (Diesel oder Flüssiggas/LPG): Hohe Leistung, geeignet für den Außeneinsatz und schwere Lasten.
Welches Gesetz oder welche Vorschrift regelt den Betrieb?
In Deutschland regelt die DGUV Vorschrift 68 (Flurförderzeuge), zusammen mit der DGUV Regel 108-004, die sichere Auswahl, den Betrieb und die Prüfung der Geräte sowie die Qualifikation der Bediener.
