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Neue TRBS 1111 für Gefährdungsbeurteilung

Die überarbeitete Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 1111 vom März 2018 unterstützt den Arbeitgeber umfassend bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV).

So ist die Gefährdungsbeurteilung von einer fachkundigen Person oder mittels kundiger Beratung durchzuführen. Dabei muss die Sicherheit der Beschäftigten auch im Gefahrenbereich des Arbeitsmittels gewährleistet werden und bei überwachungsbedürftigen Anlagen den Schutz dritter Personen (z. B. Kunden) im Gefahrenbereich berücksichtigen. Ebenso sind in die Beurteilung u.a. Gebrauchstauglichkeit, altersgerechte Gestaltung, physische und psychische Belastungen aufzunehmen.

Autor: Ute Wiese, Fachkraft für Arbeitssicherheit, CertLex AG

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Neue TRBS 3121 für Betrieb von Aufzügen

Seit Oktober 2018 regelt die neue Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 3121 die Pflichten des Arbeitgebers für den Betrieb von Aufzügen.

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Aufzug

Die neue Aufzugsverordnung setzt die EU-Aufzugsrichtlinie umNeue Aufzugsrichtlinie

Hersteller, Importeure, Händler und Montagebetriebe von Personen- und Lastenaufzügen sowie Sicherheitsbauteilen müssen für neue Produkte ab dem 20. April 2016 nach der neuen Aufzugsverordnung (Zwölfte Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz – 12. ProdSV) eine Marktzulassung haben. Die Aufzugsverordnung setzt die EU-Richtlinie 2014/33/EU (Aufzugsrichtlinie) in nationales Recht um und löst die alte Aufzugsrichtlinie 95/16/EG ohne Übergangsfrist ab.

Aufzüge und Sicherheitsbauteile brauchen nun eine eindeutige Herstellerangabe und eine Identifikation, die Rückschlüsse auf Typen-, Chargen-, oder Seriennummern zulässt. Bei der entsprechenden Produktkennzeichnung ist wichtig, dass ein Produkt jederzeit zurückzuverfolgen ist, insbesondere um einen Rückruf zu ermöglichen, initiiert durch die Marktüberwachungsbehörden. Technische Dokumentationen, wie Betriebsanleitungen, müssen in einer leicht verständlichen Form bereitgestellt werden, mindestens in der jeweiligen EU-Landessprache des Verwenderlandes. Technische Dokumentationen für die gesamte Lieferkette gilt es zehn Jahre lang zu archivieren. Der Importeur gilt im juristischen Sinne als Hersteller und hat wie der eigentliche Produzent die Einhaltung der Richtlinien durch Stichproben zu kontrollieren.

Ziele der neuen Aufzugrichtlinie sind unter anderem die Vereinheitlichung der Rechtsverordnungen in Europa und die Harmonisierung des EU-Binnenmarktes. (jk)

Autor: Jan König (jk), Technischer Referent, VFA-Interlift e.V.

Aufzugsschachtentrauchung

Normen und Gesetze für Aufzüge und Fahrtreppen

  • DIN EN 81 (Normenreihe) Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Aufzüge für den Personen- und Gütertransport
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
  • Landesbauordnungen (LBO)
  • Energieeinsparverordnung (EnEV)
  • DIN EN 13015 Instandhaltung von Aufzügen und Fahrtreppen
  • RL 2006/42/EG Maschinenrichtlinie
  • RL 95/16/EG Aufzugsrichtlinie
  • Aufzugsverordnung (Zwölfte Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz – 12. ProdSV)
  • Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS)
  • TRBS 1111 Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Bewertung
  • TRBS 1121 Änderungen/ wesentl. Veränderungen an Aufzügen
  • TRBS 1201 Prüfung von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen
  • TRBS 1203 Befähigte Personen nicht überwachnungsbedüftiger Anlagen
  • TRBS 2111 Mechanische Gefährdungen
  • TRBS 2181 Schutz vor Gefährdungen beim Eingeschlossen sein in Personenaufnahmemitteln
  • VDI 2566 Schallschutz bei Aufzugsanlagen ohne Triebwerksraum
  • VDI 3810 Betreiben und Instandhalten von gebäudetechnischen Anlagen
  • VDI 4707 Energieeffizienz von Aufzugsanlagen
  • VDI/VDMA 4705 Notrufmanagement

Stichworte

Aufzüge, Normen, Normenreihe, Vorschriften, Technische Regeln, DIN EN 81, Aufzugsverordnung, Aufzugsrichtlinie

Arbeitsstättenregel ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände

ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände

Arbeitsstättenregel ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände

Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten werden vom Ausschuss für Arbeitsstätten (ASTA) erarbeitet und treten nach der Veröffentlichung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BAuA) in Kraft. Derzeit gibt es 18 Technische Regeln für Arbeitsstätten. Die Technischen Regeln konkretisieren die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung. Bei Einhaltung der Technischen Regeln kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnungen erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen. Die ASR werden von den Gewerbeaufsichtsämtern der Länder kontrolliert. Diese Kontrollen werden unangemeldet durchgeführt und können bei Nichteinhaltung der Vorschriften für den Arbeitgeber verbindliche Anordnungen oder in besonders schwerwiegenden Fällen sogar die Stilllegung der Anlagen und Maschinen zur Folge haben.

Die ASR A2.2 gilt für das Ausstatten und Betreiben von Arbeitsstätten mit Brandmelde- und Feuerlöscheinrichtungen sowie für Maßnahmen zur Erkennung und Bekämpfung von Entstehungsbränden und zur Alarmierung.

Inhalt der ASR A2.2

1 Zielstellung
2 Anwendungsbereich
3 Begriffsbestimmungen
4 Eignung von Feuerlöschern und Löschmitteln
5 Ausstattung von Arbeitsstätten
6 Betrieb
7 Abweichende/ergänzende Anforderungen für Baustellen

Weitere Informationen

Arbeitsstättenregel ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände, Technische Regel für Arbeitsstätten

DIN EN 81 – Normenreihe für Aufzüge

Moderner Aufzug nach DIN EN 81-20 und DIN EN 81-50Normenreihe DIN EN 81

Beim Bau von Aufzugsanlagen müssen zukünftig höhere Anforderungen beachtet werden. Die Sicherheitsstandards für Personen- und Lastenaufzüge werden durch die neuen Normen DIN EN 81-20 und DIN EN 81-50 erhöht und der Komfort für die Nutzer gesteigert.

Die Normenreihe DIN EN 81 beschreibt „Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen“. Anfang 2015 sind zwei neue Normen der Reihe in Kraft getreten und werden nach der Übergangsfrist zum 1. September 2017 verbindlich. Die DIN EN 81-20:2014-11 „Teil 20: Personen- und Lastenaufzüge“ definiert die Vorgaben für die Konstruktion und die technischen Eigenschaften von Aufzügen. Sie schreibt vor, welche Bedingungen beim Einbau von Aufzügen zu beachten sind. Die DIN EN 81-50:2015-02 „Teil 50: Konstruktionsregeln, Berechnungen und Prüfungen von Aufzugskomponenten“ legt fest, wie Auslegungen und Prüfungen von Komponenten durchzuführen sind. Die neuen Normen ersetzen die EN 81-1 und EN 81-2.

Bei Aufzugsanlagen muss nun mehr Platz durch größere Schutzräume in Schachtkopf und Schachtgrube eingeplant werden, möglichst ohne Schachtabmessungen zu vergrößern. In der Kabine ist eine hellere Beleuchtung gefordert und Aufzugstüren haben größere Kräfte als bisher auszuhalten. Bei Glastüren soll die Gefahr verringert werden, dass Kinderhände eingeklemmt werden. Alle Aufzüge müssen mit Lichtgittern an den Türen ausgestattet werden und eine gute Haltegenauigkeit erreichen.

Inhalt DIN EN 81-20 Personen- und Lastenaufzüge

Vorwort
0  Einleitung
0.1  Allgemeines
0.2  Allgemeine Bemerkungen
0.3  Grundsätze
0.3.1  Allgemeines
0.4  Annahmen
0.4.1  Allgemeines
1  Anwendungsbereich
2  Normative Verweisungen
3  Begriffe
4  Liste der signifikanten Gefährdungen
5  Sicherheitsanforderungen und/oder Schutzmaßnahmen
5.1  Allgemeines
5.2  Schacht, Aufstellungsorte für Triebwerk und Steuerung sowie Rollenräume
5.2.1  Allgemeines
5.2.2  Zugang zum Schacht, Aufstellungsorten für Triebwerk und Steuerung sowie Rollenräumen
5.2.3  Zugangs- und Nottüren — Bodenklappen — Wartungstüren
5.2.4  Hinweise
5.2.5  Schacht
5.2.6  Aufstellungsorte für Triebwerk und Steuerung sowie Rollenräume
5.3  Schacht- und Fahrkorbtüren
5.3.1  Allgemeine Bestimmungen
5.3.2  Höhe und Breite der Zugänge
5.3.3  Schwellen, Führungen und Aufhängungen von Türen
5.3.4  Horizontale Türabstände
5.3.5  Festigkeit der Schacht- und Fahrkorbtüren
5.3.6  Schutz beim Bewegen der Türen
5.3.7  Örtliche Beleuchtung in der Haltestelle, Fahrkorb-Anwesenheitsanzeige
5.3.8  Verriegelung und Überwachung der Schließstellung der Schachttüren
5.3.9  Verriegelung und Notentriegelung von Fahrkorb- und Schachttüren
5.3.10  Gemeinsame Anforderungen an Einrichtungen zur Überwachung der Verriegelung und der Schließstellung von Schachttüren
5.3.11  Schacht-Schiebetüren mit mehreren mechanisch miteinander verbundenen Türblättern
5.3.12  Schließen von selbsttätig bewegten Schachttüren
5.3.13  Elektrische Sicherheitseinrichtung zur Überwachung der Schließstellung von Fahrkorbtüren
5.3.14  Fahrkorb-Schiebe- oder Falttüren mit mehreren mechanisch miteinander verbundenen Türblättern
5.3.15  Öffnen der Fahrkorbtür
5.4  Fahrkorb, Gegengewicht und Ausgleichsgewicht
5.4.1  Höhe des Fahrkorbs
5.4.2  Nutzfläche, Nennlast, Anzahl der Personen
5.4.3  Wände, Boden und Dach des Fahrkorbs
5.4.4  Fahrkorbtür, Boden, Wände und dekorative Werkstoffe
5.4.5  Schürze
5.4.6  Notklappen und Notübersteigtüren
5.4.7  Fahrkorbdach
5.4.8  Ausrüstung auf dem Fahrkorbdach
5.4.9  Lüftung
5.4.10  Beleuchtung
5.4.11  Gegengewicht, Ausgleichsgewicht
5.5  Tragmittel, Ausgleichsmittel und zugehörige Schutzmaßnahmen
5.5.1  Tragmittel
5.5.2  Durchmesserverhältnis von Treibscheiben, Trommeln und Seilrollen zu Seilen, Seil-/Ketten-Endverbindungen
5.5.3  Treibfähigkeit
5.5.4  Aufwickeln der Seile bei Trommelaufzügen
5.5.5  Belastungsausgleich zwischen den Seilen oder den Ketten
5.5.6  Ausgleichsmittel
5.5.7  Schutz an Scheiben, Seilrollen und Kettenrädern
5.5.8  Treibscheiben, Seilrollen und Kettenräder im Schacht
5.6  Maßnahmen gegen Absturz, Übergeschwindigkeit, unbeabsichtigte Bewegung des Fahrkorbs und Absinken des Fahrkorbs
5.6.1  Allgemeine Festlegungen
5.6.2  Fangvorrichtung und Auslöseeinrichtungen
5.6.3  Leitungsbruchventil
5.6.4  Drosseln
5.6.5  Aufsetzvorrichtung
5.6.6  Schutzeinrichtung für den aufwärts fahrenden Fahrkorb gegen Übergeschwindigkeit
5.6.7  Schutz gegen unbeabsichtigte Bewegung des Fahrkorbs
5.7  Führungsschienen
5.7.1  Führung von Fahrkorb, Gegengewicht oder Ausgleichsgewicht
5.7.2  Zulässige Beanspruchungen und Durchbiegungen
5.7.3  Kombinationen von Lasten und Kräften
5.7.4  Stoßfaktoren
5.8  Puffer
5.8.1  Puffer für Fahrkorb und Gegengewicht
5.8.2  Hub der Puffer für Fahrkorb und Gegengewicht
5.9  Antrieb und zugehörige Ausrüstung
5.9.1  Allgemeine Bestimmungen
5.9.2  Triebwerke für Treibscheiben, Ketten- und Trommelaufzüge
5.9.3  Triebwerke für Hydraulikaufzüge
5.10  Elektrische Installationen und Betriebsmittel
5.10.1  Allgemeine Bestimmungen
5.10.2  Klemmen für den Anschluss an das externe Schutzerdungs-System
5.10.3  Schütze, Vorsteuerschütze, Bauteile elektrischer Sicherheitsschaltungen
5.10.4  Schutz der elektrischen Ausrüstung
5.10.5  Hauptschalter
5.10.6  Elektrische Leitungen
5.10.7  Beleuchtung und Steckdosen
5.10.8  Schalter für die Beleuchtung und Steckdosen
5.10.9  Schutzerdung
5.10.10 Bezeichnungen an der elektrischen Anlage
5.11  Schutz gegen elektrische Fehler, Fehlerbetrachtung und elektrische Sicherheitseinrichtungen
5.11.1  Schutz gegen elektrische Fehler, Fehlerbetrachtung
5.11.2  Elektrische Sicherheitseinrichtungen
5.12  Steuerungen — Notendschalter — Vorrechte
5.12.1  Fahrbefehlsgeber
5.12.2  Notendschalter
5.12.3  Notrufeinrichtung und Sprechanlage
5.12.4  Vorrechte, Anzeigen
6  Nachweis der Übereinstimmung mit den Sicherheitsanforderungen und/oder Schutzmaßnahmen
6.1  Technische Unterlagen
6.2  Nachweis der Konstruktion
6.3  Prüfungen vor der erstmaligen Inbetriebnahme
6.3.1  Bremseinrichtung (5.9.2.2)
6.3.2  Elektrische Einrichtungen
6.3.3  Prüfung der Treibfähigkeit (5.5.3)
6.3.4  Fangvorrichtung am Fahrkorb (5.6.2)
6.3.5  Fangvorrichtung am Gegengewicht oder Ausgleichsgewicht (5.6.2)
6.3.6  Aufsetzvorrichtung (5.6.5)
6.3.7  Puffer (5.8.1, 5.8.2)
6.3.8  Leitungsbruchventil (5.6.3)
6.3.9  Drossel oder Drosselrückschlagventil (5.6.4)
6.3.10  Druckprobe
6.3.11  Schutz des aufwärts fahrenden Fahrkorbs gegen Übergeschwindigkeit (5.6.6)
6.3.12  Anhalten des Fahrkorbs in Haltestellen und Nachstellgenauigkeit (5.12.1.1.4)
6.3.13  Schutzeinrichtung gegen unbeabsichtigte Bewegung des Fahrkorbs (5.6.7) 152
6.3.14  Schutz gegen Absturz/Scheren (5.3.9.3.4)
7  Benutzerinformationen
7.1  Allgemeines
7.2  Betriebsanleitung
7.2.1  Allgemeines
7.2.2  Normalbetrieb
7.2.3  Wartung
7.2.4  Prüfungen
7.3  Aufzugsbuch
Anhang A (normativ) Liste der elektrischen Sicherheitseinrichtungen
Anhang B (informativ) Technische Dokumentation
Anhang C (informativ) Wiederkehrende Prüfungen, Prüfungen nach wesentlichen Änderungen oder nach einem Unfall
C.1  Wiederkehrende Prüfungen
C.2  Prüfungen nach einer wesentlichen Änderung oder nach einem Unfall
Anhang D (informativ) Zugänge zu den Aufstellungsorten für Triebwerk und Steuerung
Anhang E (informativ) Schnittstellen zum Gebäude
E.1  Allgemeine Bestimmungen
E.2  Befestigung der Führungsschienen
E.3  Belüftung des Fahrkorbs, des Schachts und der Triebwerksräume
E.3.1  Allgemeines
E.3.2  Belüftung des Schachts und des Fahrkorbs
E.3.3  Belüftung in Triebwerksräumen
Anhang F (normativ) Leiter für den Zugang zur Schachtgrube
F.1  Arten von Schachtgrubenleiter
F.2  Allgemeine Bestimmungen
F.3  Holme und Sprossen
F.3.1  Holme
F.3.2  Sprossen
F.4  Besondere Bestimmungen für nicht befestigte Leitern
F.5  Aufstellung der Leiter in der Schachtgrube
Anhang ZA (informativ) Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinie 95/16/EG
Literaturhinweise

Inhalt DIN EN 81-50 Konstruktionsregeln, Berechnungen und Prüfungen von Aufzugskomponenten

Vorwort
Einleitung
1  Anwendungsbereich
2  Normative Verweisungen
3  Begriffe
4  Liste der signifikanten Gefährdungen
5  Konstruktionsregeln, Berechnungen und Prüfungen
5.1  Allgemeine Festlegungen zur Baumusterprüfung von Sicherheitsbauteilen
5.1.1  Zweck und Umfang der Prüfung
5.1.2  Allgemeine Bestimmungen
5.2  Baumusterprüfung für Verriegelungen von Schacht- und Fahrkorbtüren
5.2.1  Allgemeines
5.2.2  Prüfungen
5.2.3  Besondere Prüfungen bei bestimmten Arten von Türverschlüssen
5.2.4  Baumusterprüfbescheinigung
5.3  Baumusterprüfung für Fangvorrichtungen
5.3.1  Allgemeine Bestimmungen
5.3.2  Sperrfangvorrichtung
5.3.3  Bremsfangvorrichtung
5.3.4  Kommentare
5.3.5  Baumusterprüfbescheinigung
5.4  Baumusterprüfung für Geschwindigkeitsbegrenzer
5.4.1  Allgemeines
5.4.2  Prüfung der Merkmale des Geschwindigkeitsbegrenzers
5.4.3  Baumusterprüfbescheinigung
5.5  Baumusterprüfung für Puffer
5.5.1  Allgemeines
5.5.2  Einzureichende Prüfmuster
5.5.3  Prüfung
5.5.4  Baumusterprüfbescheinigung
5.6  Baumusterprüfung für Sicherheitsschaltungen mit elektronischen Bauelementen und/oder programmierbaren elektronischen Systemen (PESSRAL)
5.6.1  Allgemeine Bestimmungen
5.6.2  Prüfmuster
5.6.3  Prüfungen
5.6.4  Baumusterprüfbescheinigung
5.7  Baumusterprüfung für Schutzeinrichtungen für den aufwärts fahrenden Fahrkorb gegen Übergeschwindigkeit
5.7.1  Allgemeines
5.7.2  Angaben und Prüfmuster
5.7.3  Prüfung
5.7.4  Mögliche Änderung der Einstellung
5.7.5  Prüfbericht
5.7.6  Baumusterprüfbescheinigung
5.8  Baumusterprüfung für Schutzeinrichtungen gegen unbeabsichtigte Bewegungen des Fahrkorbs
5.8.1  Allgemeines
5.8.2  Angaben und Prüfmuster
5.8.3  Prüfung
5.8.4  Mögliche Änderung der Einstellung
5.8.5  Prüfbericht
5.8.6  Baumusterprüfbescheinigung
5.9  Baumusterprüfung für Leitungsbruchventile/Drossel-Rückschlagventile
5.9.1  Allgemeine Bestimmungen
5.10  Führungsschienenberechnung
5.10.1  Umfang der Berechnungen
5.10.2  Biegen
5.10.3  Knicken
5.10.4  Zusammengesetzte Biege- und Druck-/Zug- oder Knickspannung
5.10.5  Flanschbiegung
5.10.6  Durchbiegungen
5.11  Ermittlung der Treibfähigkeit
5.11.1  Einführung
5.11.2  Berechnung der Treibfähigkeit
5.11.3  Gleichungen für den allgemeinen Fall
5.12  Ermittlung des Sicherheitsfaktors von Tragseilen bei elektrisch angetriebenen Aufzügen
5.12.1  Allgemeines
5.12.2  Äquivalente Anzahl von Seilrollen Nequiv
5.12.3  Sicherheitsfaktor
5.13  Berechnung von Kolben, Zylindern, festen Druckleitungen und Zubehör
5.13.1  Berechnung gegen Überdruck
5.13.2  Berechnungen der Heber gegen Knicken
5.14  Pendelschlagversuche
5.14.1  Allgemeines
5.14.2  Versuchseinrichtung
5.14.3  Prüfdurchführung
5.14.4  Auswertung der Versuche
5.14.5  Prüfbericht
5.15  Elektronische Bauelemente – Fehlerausschlüsse
5.16  Auslegungsvorschriften für programmierbare elektronische Systeme (PESSRAL)
Anhang A (normativ) Muster einer Baumusterprüfbescheinigung
Anhang B (normativ) Programmierbare elektronische Systeme in sicherheitsrelevanten Anwendungen für Aufzüge (PESSRAL)
B.1   Gemeinsame Maßnahmen
B.2   Besondere Maßnahmen
B.3   Beschreibung der möglichen Maßnahmen
Anhang C (informativ) Nachweis von Führungsschienen – Berechnungsbeispiel
C.1  Allgemeines
C.2  Allgemeine Konfiguration für Aufzüge mit Fangvorrichtung
C.2.1  Fangen
C.2.2  Normalbetrieb – Fahren
C.2.3  Normalbetrieb – Beladen
Anhang D (informativ) Berechnung der Treibfähigkeit
Anhang E (informativ) Äquivalente Anzahl von Seilrollen Nequiv – Beispiele
Anhang ZA (informativ) Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinie 95/16/EG
Literaturhinweise

DIN EN 81: Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen

Weiterführende Normen, Regeln und Informationen zu Aufzügen

DIN EN 81, Aufzüge, Normen, Normenreihe, Vorschriften, Technische Regeln

DIN VDE V 0827

>> Weiter zum Seminar: Sicherheit an Schulen – Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme (NGRS)
>> Weiter zum Seminar: Technischer Risikomanager nach DIN VDE V 0827


Übersicht zur DIN VDE V 0827
Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme (NGRS)

Die Vornorm DIN VDE V 0827 für Notfall- und Gefahren-Systeme ist am 1. Juli 2016 in Kraft getreten.

Die Titel der beiden Teile lauten DIN VDE V 0827-1:2016-07 „Notfall- und Gefahren-Systeme – Teil 1: Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme (NGRS) – Grundlegende Anforderungen, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Aktivitäten“ und DIN VDE V 0827-2:2016-07 „Notfall- und Gefahren-Systeme – Teil 2: Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme (NGRS) – Ergänzende Anforderungen für Notfall- und Gefahren-Sprechanlagen (NGS)“.

Anforderungen an Notfall- und Gefahren-Systeme

Mit der DIN VDE V 0827 sind erstmalig die Anforderungen an technische Systeme geregelt, die in Notfällen und Gefahrensituationen Amokalarm auslösen, Hilfe rufen, Betroffene warnen und akustische Handlungsanweisungen geben. Die Systeme ergänzen die organisatorischen Prozesse zur Krisenbewältigung und werden in Schulen und Öffentlichen Einrichtungen eingesetzt. Durch die DIN VDE V 0827 besteht weiterhin keine Pflicht, Notfall- und Gefahren-Systeme einzusetzen. Sollen diese Systeme allerdings eingesetzt werden, müssen die anerkannten Regeln der Technik angewendet werden.

Technischer Risikomanager

Neu wird in der DIN VDE V 0827-1 die Position des Technischen Risikomanagers beschrieben. Der Technische Risikomanager nimmt auf Basis von Informationen der Organisationsleitung, Polizei und Feuerwehr eine Risikoanalyse und Risikobewertung vor und bestimmt den Sicherheitsgrad einer Organisation. Aus dem Sicherheitsgrad leiten sich die unterschiedlichen Funktionalitäten der Systeme ab. Die Funktion des Technischen Risikomanagers kann aus der Organisation heraus oder durch einen externen Dienstleister wie z. B. ein Ingenieurbüro wahrgenommen werden.

Vornorm

Die DIN VDE V 0827 wird als Vornorm bezeichnet, solange sie noch nicht als harmonisierte Europäische Norm (EN) verabschiedet ist. Nach spätestens drei Jahren muss überprüft werden, ob sie nicht in eine Norm überführt werden kann. Da bisher nur in Deutschland der Einsatz von Notfall- und Gefahren-Systemen geregelt ist, ist das Interesse aus dem Ausland entsprechend hoch, wo ähnliche Projekte umgesetzt werden und noch keine Regelungen bestehen.

Ausbildung zum Technischen Risikomanager

Die Ausbildung zum Technischen Risikomanager wird von der DGWZ angeboten und dauert drei Tage. In den Seminaren mit schriftlicher Prüfung werden die Inhalte der DIN VDE V 0827, Risikomanagement nach ISO 31000 und Risikobewertung nach DIN EN 31010 vermittelt. Die angehenden Technischen Risikomanager sollen damit befähigt werden, selbständig eine Risikoakte zu erstellen. Informationen zur Ausbildung und eine Liste mit zertifizierten Technischen Risikomanagern können unter www.dgwz.de/risikomanager heruntergeladen werden.

Norm: DIN VDE V 0827-1 Notfall- und Gefahren-Reaktionssysteme (NGRS)DIN VDE V 0827-1
Notfall- und Gefahren-Systeme – Teil 1: Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme (NGRS) – Grundlegende Anforderungen, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Aktivitäten

Die Vornorm DIN VDE V 0827-1 wurde am 1. Juli 2016 veröffentlicht.

  • Die DIN VDE V 0827-1 kann beim Beuth oder beim VDE bestellt werden (83,46 Euro inkl. 7 % MwSt.)

Termine
Ausgabe: 2016-07
Erscheinungsdatum: 1. Juli 2016

Inhalt: Die Vornorm DIN VDE V 0827, Teil 1 beschreibt unter anderem technische Prozesse und Verantwortlichkeiten zur Unterstützung aller Abläufe von der Erfassung eines Ereignisses (Notfall, Gefahr) bis zu dessen abschließenden Bearbeitung. Sie umfasst das technische Risikomanagement mit Schutzzieldefinition und Ablauforganisation sowie die notwendigen Vorgaben für eine Risikomanagementakte. Diese Vornorm definiert drei unterschiedliche Sicherheitsgrade mit den jeweils dafür benötigten Produktfunktionalitäten. Die Auswahl der einsetzbaren Produkte als technische Hilfsmittel innerhalb eines NGRS obliegt dem einzusetzenden Risikomanager. Die Auswahl der in einem NGRS zu verwendenden Technologien bestimmt die Art und Weise der Unterstützung zur Bewältigung von Notfall- und Gefahrenlagen.

Herausgeber: Zuständig ist das Normengremium DKE/UK 713.1 Gefahrenmelde- und Überwachungsanlagen der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE. Der Arbeitskreis DKE/AK 713.1.19 Gefahren-Reaktions-Systeme arbeitet seit 2012 an der DIN VDE V 0827-1 Notfall- und Gefahren-Reaktionssysteme (NGRS).

DIN VDE 0827-2
– Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme (NGRS) – Teil 2: Ergänzende Anforderungen für Notfall- und Gefahren-Sprechanlagen (NGS)

Die Vornorm DIN VDE V 0827-1 wurde am 1. Juli 2016 veröffentlicht.

  • Die DIN VDE V 0827-2 kann beim Beuth oder beim VDE bestellt werden (43,48 Euro inkl. 7 % MwSt.)

Termine
Ausgabe: 2016-07
Erscheinungsdatum: 1. Juli 2016

Inhalt: Die Vornorm DIN VDE V 0827, Teil 2 gilt zusammen mit der DIN VDE V 0827, Teil 1 für Planung, Errichtung, Inbetriebnahme, Übergabe, Betrieb und Instanthaltung von Notfall- und Gefahren-Sprechanlagen (NGS), für die Übertragung von Notfall- und Gefahrenmeldungen an eine hilfeleistende Stelle zur Fern-Beurteilung der Lage mittels Sprachkommunikation und zur Einleitung der geeigneten Interventions-, Schutz- und Rettungsmaßnahmen sowie der Übertragung von Verhaltensanweisungen. Darüber hinaus können zusätzliche Informationen übertragen und das System im Arbeitsalltag für alle anfallenden Kommunikationen genutzt werden. NGS sind je nach Grad durch eine hohe Verfügbarkeit, Endgeräteüberwachung und permanente Systemüberwachung gekennzeichnet.

Herausgeber: Zuständig ist das Normengremium DKE/UK 713.1 Gefahrenmelde- und Überwachungsanlagen der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.

Weitere Informationen

Normen

Normen

Die (allgemein) anerkannten Regeln der Technik (a.a.R.d.T.) sind technische Grundlagen-Regeln für den Entwurf und die Ausführung von baulichen Anlagen oder technischen Objekten. Es sind Regeln, die in der Wissenschaft als theoretisch richtig erkannt sind und feststehen, in der Praxis bei dem nach neuestem Erkenntnisstand vorgebildeten Techniker durchweg bekannt sind und sich aufgrund fortdauernder praktischer Erfahrung bewährt haben. Da dies bei neu entwickelten Produkten/Verfahren nicht anwendbar ist, gehören die durch das Deutsche Institut für Bautechnik geprüften, zugelassenen und veröffentlichten Produkte/Verfahren zu den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Die allgemein anerkannten Regeln der Technik haben erhebliche Bedeutung für die Bestimmung der Soll-Eigenschaften von Sachen und als Haftungsmaßstab.

Die allgemein anerkannten Regeln der Technik sind nicht identisch mit den DIN und anderen Normen. Nach einer Entscheidung des Bundsgerichtshofs sind DIN-Normen private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter. Vielmehr gehen sie über die allgemeinen technischen Vorschriften, wozu auch die DIN-Normen gehören, hinaus.

In dieser Liste wird nach und nach auf die wichtigsten Normen verwiesen.

Ausgewählte Normen

Weiterführende Informationen

Stichworte

  • Allgemeine anerkannte Regeln der Technik (aaRdT), Technische Regeln, Vorschriften, Allgemeinge Technische Vorschriften

Norm, Technische Vorschrift, Anerkannte Regeln der Technik