Schlagwortarchiv für: Lichtsteuerung

Effiziente Lichtsteuerung mit DALI

Effiziente Lichtsteuerung mit DALI

Eine effiziente Lichtsteuerung ist Teil der vernetzten Gebäudeautomation. Wenige Komponenten, ein geringer Aufwand für die Verdrahtung und eine einfache Programmierung, diese Vorteile bietet die digitale Beleuchtungsschnittstelle DALI (Digital Addressable Lighting Interface). Über die technischen Komponenten, Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von DALI informiert das DGWZ-Seminar „Lichtsteuerung mit DALI“ am 21. Juli 2022 in München.

DALI unterstützt eine dimmende Lichtregelung zur Energieeinsparung und die Steuerung unterschiedlicher Lichtszenen. Über die DALI-Schnittstelle kann ein Steuergerät mit mehreren zu steuernden Betriebsgeräten kommunizieren. Dabei kann jedes Gerät individuell angesprochen werden. DALI kann in einzelnen Räumen eingesetzt werden und in ein übergeordnetes Gebäudemanagement eingebunden werden. Im Seminar erfahren Elektrofachkräfte, Installateure und Ingenieure sowie Errichter, Betreiber und Bauherren unter anderem, wie das gesamte Raumlicht mit nur einem Gateway-Knoten gesteuert werden kann und wie hoch die Anzahl der DALI-Teilnehmer an einer Steuerleitung maximal sein darf.

Autorin: Dr. Barbara Löchte, Marketing Kommunikation, Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit

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Licht spricht

Früher war es einfach: Kam man in einen dunklen Raum, drückte man den Lichtschalter neben der Tür und es ward Licht. Das ist lange her.

Heutige Ansprüche an das Kunstlicht gehen über die Lieferung von Helligkeit bei Schalterdruck weit hinaus: Das Licht darf nur brennen, wenn auch wirklich jemand im Raum ist; je nach Nutzung soll es den Raum unterschiedlich in Szene setzen oder gar zum dynamischen Hingucker werden. Neuerdings soll sich das Licht gar im Einklang mit Tageshelligkeit und Biorhythmus des Nutzers verändern. Eine festverdrahtete Schalterinstallation ist damit überfordert, und so tummeln sich inzwischen unzählige Systeme für die Kommunikation zwischen Bediengeräten, Steuerzentralen und Leuchten am Markt.

Standardisierungsgremien bemühen sich, den Wildwuchs im Zaum zu halten, und doch ist es die Regel, dass eigentlich inkompatible Systeme miteinander reden müssen. Dank weitverbreiteter IP-Technik hat das mittlerweile seinen Schrecken verloren: Sofern nur die beteiligten Systeme IP-Gateways im Programm haben, stehen die Chancen gut, eine Kommunikation untereinander hinzubekommen. Eine Reihe hersteller- und systemneutraler Softwarelösungen steht dafür inzwischen bereit. Das Internet of Things lässt grüßen.

Autor: Prof. Dr.-Ing. Markus Gehnen, Leiter des Labors für Smart Building Systems, Technische Hochschule Georg Agricola Bochum

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Sorgenfrei durch LED-Straßenleuchten?

Leuchten mit LED-Technologie lösen konventionelle Beleuchtung im Außenraum zunehmend ab. Neben deutlichen Vorteilen wie höherer Energieeffizienz und besserer Lichtlenkung und -steuerung besitzen LED-Leuchten jedoch manche technische Eigenschaften, die bei unzureichender Beachtung zu negativen Effekten führen können.

Der Lichtstrom ist in hochwertigen LED-Leuchten einstellbar, somit können die Leuchten für den jeweiligen Standort angepasst werden. Zusätzlich ist eine zeitliche Änderung des Lichtstroms während der Dunkelstunden ebenfalls möglich. Diese Freiheiten sind einerseits ein Gewinn für die Lichtplanung, andererseits macht es diese komplexer und aufwendiger.

Eine weitere neue Möglichkeit besteht in der allmählichen Erhöhung der elektrischen Leistung während des mehrjährigen Betriebszeitraums. Dies ist nötig, falls die Beleuchtung einen konstanten Lichtstrom liefern soll. Die Leistungserhöhung ist im Treiber programmierbar und wird oft vor der Installation festgelegt. Dazu muss jedoch der zeitliche Rückgang des Lichtstroms aufgrund von Alterung bekannt sein, was über einen Zeitraum von 100.000 h sehr schwierig ist. Außerdem ist die Elektronik um ein Vielfaches komplexer als bei konventioneller Beleuchtung, was die Untersuchung der Zuverlässigkeit erschwert. Das Fachgebiet Lichttechnik der TU Darmstadt forscht dazu im vom BMWi geförderten Projekt „Zuverlässigkeit und Lebensdauer von LED-Komponenten, Modulen und Systemen und Konsequenz für die Auslegung langzeitstabiler LED-Leuchten“.

In den letzten Jahren wird der Lichtfarbe mehr Beachtung geschenkt. So wird in vielen deutschen Kommunen kaltweißes Licht mit Farbtemperaturen von 5000 K und höher nicht mehr eingesetzt. Die örtliche Verteilung der Farbtemperatur auf der Straßenoberfläche wird meist nicht betrachtet, da die Farbtemperatur einer Leuchte nur in senkrechter Richtung gemessen wird. Daher kann es dazu kommen, dass sich je nach Winkel die Lichtfarbe stark ändert, obwohl für die Leuchte nur ein Wert der Farbtemperatur von beispielsweise 4000 K deklariert wurde. Es lohnt sich daher, die technischen Eigenschaften von LED-Straßenleuchten bereits vor der Umrüstung genau zu betrachten.

Autor: Dr.-Ing. Max Wagner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fachgebiet Lichttechnik, TU Darmstadt

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Smart Building: Licht und mehr

Energieeffizienz, Lichtausbeute und Lebensdauer von LED-Leuchten wurden in den letzten Jahren stetig verbessert. Bei neuen Lichtprojekten kommen nun Vernetzung, Steuerung und Digitalisierung hinzu. Leuchten bieten sich als ideale Infrastrukturplattform für neue Anwendungen an durch die Integration von zusätzlichen intelligenten Komponenten und Sensoren. Diese nutzen die Stromversorgung der Leuchten sowie deren flächendeckende und unverbaute Verteilung im Gebäude mit. In Büro-, Handels-, Logistik- und Industriebauten gewinnt eine vernetzte Beleuchtungssteuerung von DALI-Leuchten über Touchpanels und Smartphones an Bedeutung.

Intelligente LED-Lösungen mit veränderbarer Lichtstärke und Farbtemperatur (Tunable White) zur Anpassung der Beleuchtung an den Tagesrhythmus (HCL – Human Centric Lighting) eignen sich für Büros, Geschäftsräume und Arztpraxen.

Leuchten mit kleinen Funksendern (Beacons) ausgerüstet, ermöglichen die Navigation im Gebäude und neue ortsbezogene Dienste (Location Based Services) wie z.B. für Museen, besondere Angebote im Einzelhandel (Proximity Marketing), Leitsysteme in öffentlichen Einrichtungen und flexible Arbeitsplätze.

Bei der Licht-Projektierung spielt die Zusammenarbeit von Betreiber, Fachplaner und Hersteller eine wichtige Rolle. Dauerhafter Service stellt Funktionalität, regelmäßige Wartung, Instandhaltung und den weiteren Ausbau sicher.

Autor: Norbert Hammer, Leiter Technischer Service, Regiolux GmbH

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Lichtsteuerung – Pflicht nach EnEV 2014

Die seit 1. Mai 2014 gültige Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) erfordert neue Konzepte bei der Innenbeleuchtung. Strengere Grenzwerte setzen den Einsatz von Lichtsteuerungen voraus.

Viele Gebäudebetreiber werden die Grenzwerte der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) für Beleuchtung ohne eine Lichtsteuerung nicht umsetzen können. Denn das Referenzgebäude zur Energieberechnung setzt für bestimmte Nutzungen eine präsenz- und tageslichtabhängige Steuerung voraus. Die gute Nachricht: von der einfachen Ein-Aus-Schaltung über Präsenzmelder bis hin zur nutzungsoptimierten DALI-Anlage mit Tageslichtregelung sind vielfältige Lösungen am Markt vorhanden. Willkommene Nebeneffekte sind Komfortsteigerungen und Energieeinsparungen. (nh)

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Seminar Lichtsteuerung mit DALI – Grundlagen

Seminar Lichtsteuerung mit DALI – Grundlagen

Seminareinladung | Termine | Teilnahmegebühr | Seminarbeschreibung | Nutzen | Schulungsnachweis | Fortbildungspunkte | Zielgruppe | Inhalte | Referenten | Anmeldung | Weitere Informationen

In dem Grundlagen-Seminar wird produkt- und herstellerneutral die energieeffiziente und anwendungsfreundliche Lichtsteuerung mit DALI vermittelt.

Seminareinladung

Seminar Lichtsteuerung mit DALI

Seminar Lichtsteuerung mit DALI – Programm und Anmeldung (PDF)

Nächste Termine 2024 – 2025

Das Seminar dauert einen Tag von 09:00 bis 17:00 Uhr.

  • 14. November 2024 – Stuttgart – freie Plätze
    Hotel Gloria | Sigmaringer Straße 59 | 70567 Stuttgart
  • 13. Februar 2025 – Berlin – freie Plätze

Teilnahmegebühr

640,- € zzgl. MwSt.
1-Tages-Seminar inkl. Unterlagen, Getränke, Pausenverpflegung, Mittagessen und Teilnahmebescheinigung.

Seminarbeschreibung

Die Lichtsteuerung ist ein Teil der vernetzten Gebäudeautomation. Dafür kommt häufig die digitale programmierbare Beleuchtungsschnitt­stelle DALI (Digital Addressable Lighting Interface) zum Einsatz. Um einen wirtschaftlichen Betrieb und eine komfortable Bedienung zu gewährleisten, sind eine ausgewogene Lichtplanung und die Berücksichtigung der Eigenschaften der technischen Komponenten und der Nutzeranforderungen notwendig.

Nutzen

Das Seminar vermittelt hersteller- und produkt­neutral mit konkreten praktischen Übungen die Grundkenntnisse der DALI-Lichtsteuerung. Die Teilnehmer lernen die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von DALI kennen und anzuwenden.

Schulungsnachweis

Die Teilnehmer erhalten eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung mit Angabe der Lehrinhalte und Zeiten.

Fortbildungspunkte

Das Seminar Lichtsteuerung mit DALI wird von den Architekten- und Ingenieurkammern in den jeweiligen Bundesländern des Veranstaltungsorts als Fortbildung anerkannt:

Das Seminar wird vom Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e. V. (VDSI) mit jeweils 1 VDSI-Punkt im Arbeitsschutz, im Gesundheitsschutz und im Umweltschutz anerkannt.

1 VDSI-Punkt Arbeitsschutz1 VDSI-Punkt Umweltschutz

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an:

  • Errichter, Betreiber, Bauherren, Öffentliche Hand
  • Elektrofachkräfte, Installateure, Ingenieure

Inhalte

  • DALI-Grundlagen: Definition, Eigenschaften, Voraussetzungen
  • Einsatzszenarien einer Lichtsteuerung
  • Funktionalitäten im Gebäudemanagement
  • Physischer Aufbau eines DALI-Systems
  • Aktoren, Sensoren, Systemkomponenten
  • Schaltungsaufbau, Start einer DALI-Linie
  • DIN EN 62386 – DALI und DALI 2 im Vergleich
  • Kommunikation zwischen DALI-Komponenten
  • DALI als Teil heterogener Systeme
  • Verknüpfung von DALI-Betriebsgeräten und DALI-Steuerungskomponenten
  • Praktische Übung: Parametrierung und Steuerung von DALI-Komponenten
  • Praktische Übung: Elektrischer Anschluss, Programmierung und vollständige Inbetriebnahme

Referent

  • Jakob Mainka ist Applikationsingenieur und Fachingenieur für Gebäudeautomation sowie DEKRA Sicherheitsbeauftragter und arbeitet bei der BEGA Gantenbrinkleuchten KG.
  • Hendrik Reich ist Industriemeister Elektrotechnik, Ausbilder nach AEVO und im Technischen Außendienst bei der BEGA Gantenbrinkleuchten KG.

Anmeldung

Bitte schicken Sie das ausgefüllte Anmeldeformular (PDF) an E-Mail veranstaltungen@dgwz.de oder Telefax 06172 98185-99.

Seminar Lichtsteuerung mit DALI

Seminar Lichtsteuerung mit DALI – Programm und Anmeldung (PDF)

Über das Veranstaltungs-Telefon 06172 98185-85 beantworten wir gerne montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr Ihre Fragen.

Weitere Informationen

Stichworte
Lichtsteuerung, Norm, DIN EN 62386, Lichtregelung, Lichtmanagement, Steuerungssystem, Lichtplanung, Lichtanwendung, Lichtszenen, Lichtszenarien, Beleuchtungskonzept, Beleuchtungssteuerung, Dimmen, Dimmtechniken, Dimmlösungen, LED, Konstantlichtregelung, Bedienkonzept, Steuerungskomponenten, Vernetzung, Gebäudeautomation, DALI, Grundlagen, Einsatzszenarien, Typologie, Netzausdehnung, 2025, 2024

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