Schlagwortarchiv für: Arbeitssicherheit

Brandschutz im Kleinbetrieb

Brandschutz im Kleinbetrieb

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) informiert in der Arbeitssicherheitsinformation ASI 9.30 über Brandschutz in Kleinbetrieben. Diese enthält auch eine Mustercheckliste für eine Brandverhütungsschau.

Die Arbeitssicherheitsinformation ASI 9.30 „Brandschutz im Kleinbetrieb“ erklärt Grundlagen zu Bränden sowie zum vorbeugenden Brandschutz. Außerdem werden Hinweise und Maßnahmen zum baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz, z.B. zu Flucht- und Rettungswegen, gegeben. Auch die Brandklassen sowie die Brandbekämpfung werden erläutert. In der Broschüre findet sich außerdem eine Mustercheckliste für eine Brandverhütungsschau. Diese Liste ist jedoch nicht abschließend und muss auf die Gegebenheiten des jeweiligen Betriebes angepasst und ergänzt werden. Eine solche Überprüfung sollte in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

ASI 9.30 "Brandschutz im Kleinbetrieb"

Weitere Informationen

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90-Minuten-Online-Seminar - Elektroorganisation

Online-Seminar Umsetzung einer Aufbauorganisation in der Elektrotechnik in der Praxis

Online-Seminar
Umsetzung einer Aufbauorganisation in der Elektrotechnik in der Praxis

Teilnahmegebühr | Termin | Seminarbeschreibung | Inhalte | Zielgruppe | Referent | Anmeldung

Das Online-Seminar beschreibt die Anforderungen an eine rechtssichere Organisationsstruktur und deren praktische Umsetzung.

Teilnahmegebühr

120 Euro zzgl. 19 % MwSt., inkl. Unterlagen und DGWZ-Teilnahmebescheinigung.

Termin

Das Kompakt-Seminar findet online statt und dauert 90 Minuten.

  • 14. März 2023 – 14:00-15:30 Uhr – freie Plätze

Seminarbeschreibung

Unternehmen mit einem elektrotechnischen Tätigkeitsbereich sind verpflichtet, eine verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) zu benennen. Die Verantwortlichen sind nach Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und Unfallverhütungsvorschriften verpflichtet, den sicheren Betrieb der elektrischen Anlagen und Betriebsmittel in Eigenverantwortung zu organisieren und zu gestalten.

Das Online-Seminar beschreibt die Anforderungen an eine rechtssichere Organisationsstruktur und deren praktische Umsetzung. Den Teilnehmern wird gezeigt, worauf sie achten müssen, um die Sicherheit des Personen- und Sachschutzes im Betrieb zu gewährleisten.

Inhalte

  • Welche rechtlichen Grundlagen gelten für eine Aufbauorganisation in der Elektrotechnik?
  • Wie können Verantwortlichkeiten richtig delegiert werden?
  • Wie ist die Betreiberverantwortung zu dokumentieren?
  • Wie müssen Prüfungen und Gefährdungsbeurteilungen organisiert sein?
  • Wie sind Zugangs- und Schaltberechtigungen zu regeln?
  • Wie können Schnittstellen und Zuständigkeiten definiert werden?
  • Welchen Inhalt sollte ein Betriebs- und Organisationshandbuch (OHB) enthalten?

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an:

  • Elektrofachkräfte, Verantwortliche Elektrofachkräfte, Unternehmer, Technische Leiter,
  • Anlagenbetreiber Elektrotechnik, Anlagenverantwortliche,
  • Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsingenieure.

Referent

Robby Schmidt ist Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK), Anlagenbetreiber Elektrotechnik und Teamleiter Elektrotechnik. In der Funktion als VEFK und Gesamtanlagenbetreiber ist er verantwortlich für die Planung, Errichtung und den sicheren Betrieb der elektrotechnischen Anlagen und Geräte. Er ist zuständig für die Qualitätssicherung bei Sanierungs- und Großbauprojekten sowie für die Wartung und Instandhaltung der elektrotechnischen Anlagen.

Robby Schmidt - Messe Frankfurt - Referent für Notstromversorgung und Aufbauorganisation Elektro GVEFK

Anmeldung

    Die Felder mit Sternchen * sind Pflichtangaben.

    Hiermit melde ich folgenden Teilnehmer zum Online-Seminar an.
    Wenn Sie mehrere Teilnehmer anmelden wollen, füllen Sie das Formular bitte für jeden Teilnehmer einzeln aus. Wir benötigen für jeden Teilnehmer eine individuelle E-Mail. Nach der Anmeldung erhalten Sie per E-Mail die Anmeldebestätigung und Rechnung. 24 Stunden vor dem Online-Seminar erhält jeder Teilnehmer seine individuellen Zugangsdaten.

    Online-Seminar

    Termin

    Teilnehmer
    * Anrede

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    * Ich habe die folgenden Teilnahmebedingungen gelesen und bin damit einverstanden.
    Die Anmeldung ist verbindlich. Die Anmeldung kann bis 3 Tage vor Veranstaltungsbeginn kostenlos storniert werden. Die Stornierung muss schriftlich erfolgen. Die Seminargebühr ist nach Erhalt der Rechnung zur Zahlung fällig. Rechnung und Teilnahmeurkunde können nicht umgeschrieben werden. Der Veranstalter ist berechtigt, einen Ersatzreferenten zu benennen und die Veranstaltung aus wichtigem Grund abzusagen, insbesondere bei Ausfall des Referenten oder zu geringer Teilnehmerzahl. Bereits gezahlte Gebühren werden in diesem Fall zurückerstattet. Andere Ansprüche können nicht geltend gemacht werden.

    * Ich habe die folgende Datenschutzerklärung gelesen und bin damit einverstanden.
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    Stichworte
    Elektrotechnik, Elektroorganisation, VEFK, Verantwortliche Elektrofachkraft, Elektrofachkraft, Betriebssicherheitsverordnung, BetrSichV, Arbeitsschutzgesetz, ArbSchG, Arbeitssicherheit, Personenschutz, Sachschutz, Gefährdungsbeurteilung, Schaltberechtigung, Organisationshandbuch, Anlagenbetreiber, Anlagenverantwortliche,Unternehmerpflichten, ELT-Anlagen, DGUV Vorschrift 3, DIN VDE 1000-10, DIN VDE 0105-100, Seminar, Online-Seminar, Webinar, Event, Veranstaltung, 2022

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    Seminar Gefährdungsbeurteilungen im Arbeitsschutz

    Seminar Gefährdungsbeurteilungen im Arbeitsschutz

    Seminar Gefährdungsbeurteilungen im Arbeitsschutz

    Seminareinladung | Termine | Teilnahmegebühr | Seminarbeschreibung | Nutzen | Schulungsnachweis | Fortbildungspunkte | Zielgruppe | Voraussetzungen | Inhalte | Referenten | Anmeldung | Weitere Informationen

    Das Seminar vermittelt die notwendige Fachkunde zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, damit die Teilnehmer diese selbstständig durchführen und dokumentieren können.

    Seminareinladung

    Online-Seminar Gefährdungsbeurteilungen im Arbeitsschutz

    Online-Seminar Gefährdungsbeurteilung – Programm und Anmeldung (PDF)

    Seminar Gefährdungsbeurteilungen im Arbeitsschutz

    Seminar Gefährdungsbeurteilung – Programm und Anmeldung (PDF)

    Nächste Termine 2023

    Das Seminar dauert 3 Tage:
    1. Tag: 10:00-16:30 Uhr | 2. Tag: 9:00-16:00 Uhr | 3. Tag: 9:00-16:00 Uhr

    bzw. als Online-Seminar:
    1. Tag: 9:00-15:30 Uhr | 2. Tag: 9:00-16:00 Uhr | 3. Tag: 9:00-16:00 Uhr

    Dieses Seminar bieten wir als Präsenzveranstaltung und als Online-Seminar an. Preis, Inhalte und Abschlusszertifikat sind bei beiden Formaten gleichwertig. Falls Veranstaltungen coronabedingt nicht stattfinden dürfen, können Sie kurzfristig umbuchen oder kostenlos stornieren.

    • 19.-21. April 2023 – Online-Seminar – freie Plätze
    • 26.-28. Juli 2023 – Online-Seminar – freie Plätze
    • 18.-20. Oktober 2023 – Online-Seminar – freie Plätze
    • 07.-09. Februar 2023 – München – keine Anmeldung mehr möglich
    • 09.-11. Mai 2023 – Berlin – freie Plätze
      Aspria Ku’damm | Karlsruher Straße 20 C | 10711 Berlin

    • 22.-24. August 2023 – Dortmund – freie Plätze
      Hotel Ambiente | Am Gottesacker 70 | 44143 Dortmund
    • 21.-23. November 2023 – Mannheim – freie Plätze
      Achat Hotel Schwetzingen Heidelberg | Schälzigweg 1-3 | 68723 Schwetzingen

    Teilnahmegebühr

    920,- € zzgl. MwSt.
    3-Tages-Seminar inkl. Unterlagen, Getränke, Pausenverpflegung, Mittagessen und Zertifikat.

    Seminarbeschreibung

    Arbeitgeber sind nach § 5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und § 3 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und zu dokumentieren. Es gilt, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten und Gefährdungen zu minimieren. Gefährdungsbeurteilungen dürfen durch fachkundige Personen vorgenommen werden.

    Nutzen

    Das Seminar bildet zur fachkundigen Person für die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen aus. Die Teilnehmer lernen mit Hilfe verschiedener Instrumente, die Belastungsfaktoren und Gefahren im Betrieb zu erkennen und zu beurteilen. Hieraus können sie notwendige Arbeitsschutzmaßnahmen ableiten, umsetzen und rechtssicher dokumentieren.

    Schulungsnachweis

    Die Teilnehmer erhalten nach erfolgreicher Prüfung das Zertifikat „Fachkundiger für Gefährdungsbeurteilungen im Arbeitsschutz“ mit Angaben der Lehrinhalte und Zeiten.

    Fortbildungspunkte

    Das Seminar wird vom Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e. V. (VDSI) mit 4 VDSI-Punkten im Arbeitsschutz anerkannt.

    4 VDSI-Punkte Arbeitsschutz

    Zielgruppe

    Das Seminar richtet sich an:

    • verantwortliche Personen
    • Führungskräfte,
    • Fachkräfte für Arbeitssicherheit,
    • Sicherheitsbeauftragte,
    • Sicherheitsingenieure,
    • Behördenvertreter.

    Voraussetzungen

    Für die Teilnahme am Seminar sind keine Voraussetzungen notwendig. Vorkenntnisse sind von Vorteil.

    Inhalte

    • Rechtliche Grundlagen: ArbSchG, ArbStättV, BetrSichV, DGUV-Vorschriften, GefStoffV, u.a.
    • Aufbau, Form und Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung
    • Instrumente und Methoden
    • Rechte und Pflichten, Verantwortung und Haftung
    • Typische Belastungsfaktoren im Betrieb: Arbeitsplatzgestaltung, chemische und biologische Gefahrstoffe, Lärm, Vibration, Strahlung, Arbeitsmittel, Maschinen, Fertigungsverfahren, Unterweisungen, psychische Belastungen
    • Methodisches Vorgehen bei Gefährdungsbeurteilungen
    • Risikobewertung
    • Ziele, Schutzmaßnahmen und Umsetzungskonzepte
    • Rechtssichere Dokumentation
    • Typische Beispiele und praktische Übungen
    • Diskussion und Erfahrungsaustausch
    • Schriftliche Prüfung

    Referenten

    • Kay Glombik ist Fachkraft für Arbeitssicherheit, Brandschutzbeauftragter sowie Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator.

    Anmeldung

    Bitte schicken Sie das ausgefüllte Anmeldeformular (PDF) an E-Mail veranstaltungen@dgwz.de oder Telefax 06172 98185-99.

    Online-Seminar Gefährdungsbeurteilungen im Arbeitsschutz

    Online-Seminar Gefährdungsbeurteilung – Programm und Anmeldung (PDF)

    Seminar Gefährdungsbeurteilungen im Arbeitsschutz

    Seminar Gefährdungsbeurteilung – Programm und Anmeldung (PDF)

     

    Über das Veranstaltungs-Telefon 06172 98185-85 beantworten wir gerne montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr Ihre Fragen.

    Weitere Informationen

    Stichworte
    Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsschutz, Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung, Sicherheit, Gesundheit, Gefährdung, Belastung, Fachkunde, Dokumentation, Schutzmaßnahmen, Normen, Vorschriften, Gesetze, Event, Veranstaltung, Seminar, Schulung, Lehrgang, Webinar, Online-Seminar, Online, Fachkraft, Sachkunde, 2023

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    Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

    Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

    Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit

    Übersicht | Inhalt | Weitere Informationen

    Übersicht

    Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist am 21. August 1996 in Kraft getreten und dient der Umsetzung der EU-Richtlinien zum Arbeitsschutz. Ziel des Gesetzes ist, die Sicherheit und Gesundheit aller Beschäftigten in Deutschland durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern und zu verbessern. Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen durchzusetzen und die Arbeit menschengerecht zu gestalten. Die Maßnahmen müssen dabei auf ihre Wirksamkeit überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

    Das Arbeitsschutzgesetz gilt für alle volljährigen Arbeitnehmer einschließlich Auszubildender, vorausgesetzt es handelt sich um ein Beschäftigungsverhältnis in Form eines Arbeitsvertrages nach § 611a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Für Beamte gilt das ArbSchG so weit wie es von den einzelnen Bundesländern im Landesrecht geregelt ist.

    Verordnungen im Rahmen der Arbeitsschutzgesetze:

    • Arbeitsstättenverordnung
    • Baustellenverordnung
    • Betriebssicherheitsverordnung
    • Bildschirmarbeitsverordnung
    • Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung
    • Lastenhandhabungsverordnung
    • PSA-Benutzungsverordnung

    Inhalt

    Normenbestellung FeststellanlagenArbSchG  Arbeitsschutzgesetz (Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz BMJV)

    Erster Abschnitt
    Allgemeine Vorschriften
    § 1 Zielsetzung und Anwendungsbereich
    § 2 Begriffsbestimmungen

    Zweiter Abschnitt
    Pflichten des Arbeitgebers
    § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers
    § 4 Allgemeine Grundsätze
    § 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen
    § 6 Dokumentation
    § 7 Übertragung von Aufgaben
    § 8 Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber
    § 9 Besondere Gefahren
    § 10 Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen
    § 11 Arbeitsmedizinische Vorsorge
    § 12 Unterweisung
    § 13 Verantwortliche Personen
    § 14 Unterrichtung und Anhörung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes

    Dritter Abschnitt
    Pflichten und Rechte der Beschäftigten
    § 15 Pflichten der Beschäftigten
    § 16 Besondere Unterstützungspflichten
    § 17 Rechte der Beschäftigten

    Vierter Abschnitt
    Verordnungsermächtigungen
    § 18 Verordnungsermächtigungen
    § 19 Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaften und zwischenstaatliche Vereinbarungen

    Vereinbarungen
    § 20 Regelungen für den öffentlichen Dienst

    Fünfter Abschnitt
    Gemeinsame deutsche Arbeitsschutzstrategie
    § 20a Gemeinsame deutsche Arbeitsschutzstrategie
    § 20b Nationale Arbeitsschutzkonferenz

    Sechster Abschnitt
    Schlußvorschriften
    § 21 Zuständige Behörden, Zusammenwirken mit den Trägern der gesetzlichen

    Unfallversicherung
    § 22 Befugnisse der zuständigen Behörden
    § 23 Betriebliche Daten, Zusammenarbeit mit anderen Behörden, Jahresbericht, Bundesfachstelle
    § 24 Ermächtigung zum Erlaß von allgemeinen Verwaltungsvorschriften
    § 24a Ausschuss für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
    § 25 Bußgeldvorschriften
    § 26 Strafvorschriften

    Weitere Informationen

    Stichworte

    Arbeitsschutzgesetz, ArbSchG, Gesetze, Vorschrift, Richtlinie, Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz, Pflichten, Maßnahmen

    Betriebssicherheitsverordnung

    Fachartikel von Holger Kück

    Die neue BetrSichV ist in Kraft

    Die neue Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ist seit dem 01.06.2015 in Kraft. Nachfolgend sind die wichtigsten Änderungen zusammengefasst:

    Gefährdungsbeurteilung

    Jetzt umfasst die Gefährdungsbeurteilung nicht nur die Gefährdungen bei der Verwendung des Arbeitsmittels durch das Arbeitsmittel selbst, sondern auch die Arbeitsumgebung und die Arbeitsgegenstände. Dabei sind vor allem folgende Kernpunkte zu berücksichtigen:

    • die Gebrauchstauglichkeit inkl. der ergonomischen, alters- und alternsgerechten Gestaltung
    • die sicherheitsrelevanten und ergonomischen Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatz, Arbeitsmittel, Arbeitsverfahren, Arbeitsorganisation Arbeitsablauf, Arbeitszeit und Arbeitsaufgabe
    • die physischen und psychischen Belastungen der Beschäftigten bei der Verwendung von Arbeitsmitteln
    • vorhersehbare Betriebsstörungen und die Gefährdungen bei Maßnahmen zu deren Beseitigung Gefährdungsbeurteilung auch für alle überwachungsbedürftigen Anlagen, also auch für Anlagen, bei denen ausschließlich Dritte gefährdet sind.

    Außerdem soll mit der Gefährdungsbeurteilung bereits vor dem Beschaffungsprozess – also schon in der Planung – begonnen werden. Die Gefährdungsbeurteilung muss fachkundig, zum Beispiel durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit und/oder den Betriebsarzt durchgeführt werden, wenn der Unternehmer nicht selber fachkundig ist.

    Praktische Konsequenz: Die Gefährdungsbeurteilung ist nun viel umfassender definiert, als bisher. Sie beginnt jetzt schon bei der Beschaffung von Arbeitsmitteln für das Unternehmen. Achtung, das Vorhandensein eines CE-Zeichens reicht nicht mehr aus, denn der Hersteller des Arbeitsmittels kann nicht die Bedingungen im Betrieb kennen, die aber nun zu berücksichtigen sind. Denken Sie außerdem daran, dass bei der Verwendung von Arbeitsmitteln altersbedingt unterschiedliche Belastungen auftreten können. Das muss berücksichtigt werden, zum Beispiel durch die Bereitstellung altersvariabler Arbeitsmittel.

    Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte müssen zukünftig noch mehr und früher in den Planungs- und Beschaffungsprozess für Arbeitsmittel eingebunden werden.

    Instandhaltung

    Der Unternehmer muss Instandhaltungsmaßnahmen treffen, die sicherstellen dass Arbeitsmittel während ihrer gesamten Verwendungsdauer den Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen entsprechen und sich in einem sicheren Zustand befinden.

    Erforderliche Instandhaltungsmaßnahmen müssen unverzüglich durchgeführt werden. Dabei ist eine Gefährdungsbeurteilung zugrunde zu legen, die die Ergreifung notwendiger Schutzmaßnahmen durch fachkundige, beauftragte und unterwiesene Beschäftigten oder in gleicher Weise geeigneten Auftragnehmern sicherstellt.

    Es muss eine verantwortliche Person für die Durchführung der erforderlichen Sicherungsmaßnahmen festgelegt werden. Werden bei Instandhaltungsmaßnahmen die für den Normalbetrieb getroffenen technischen Schutzmaßnahmen ganz oder teilweise außer Betrieb gesetzt oder müssen solche Arbeiten unter Gefährdung durch Energie durchgeführt werden, so ist die Sicherheit der Beschäftigten durch andere geeignete Maßnahmen sicher zu stellen.

    Praktische Konsequenz: Vor jeder Instandhaltungsmaßnahme benötigen Sie eine Gefährdungsbeurteilung. Ohne die geht es nicht mehr. Eine unverzügliche Instandhaltung unter Leitung einer verantwortlichen Person ist Pflicht.

    Betriebsstörungen

    Unsichere Betriebszustände sind unzulässig und zu vermeiden. Das gilt besonders bei An- und Abfahr- sowie Erprobungsvorgängen. Geht das nicht, müssen Sie Maßnahmen zu deren Beherrschung zu treffen.

    Beschäftigte und Dritte müssen bei einem Unfall oder Notfall unverzüglich gerettet und ärztlich versorgt werden können. Dazu sind geeignete Zugänge zu schaffen und ggf. Befestigungsmöglichkeiten für Rettungseinrichtungen vorzusehen. Sind spezielle Informationen über Maßnahmen bei Notfällen erforderlich, müssen diese auch Rettungsdiensten zur Verfügung stehen.

    Müssen Sie bei Rüst-, Einrichtungs- und Erprobungsarbeiten oder ähnlichen Vorgängen, beispielsweise bei der Fehlersuche, die technischen Schutzmaßnahmen für den Normalbetrieb ganz oder teilweise außer Betrieb nehmen, oder müssen solche Arbeiten unter Gefährdung durch Energie durchgeführt werden, so müssen Sie die Sicherheit der Beschäftigten durch andere geeignete Maßnahme gewährleisten. Besonders sind dabei Gefahrenbereiche mit Zutrittsverbot abzugrenzen. Ist ein Aufenthalt im Gefahrenbereich erforderlich, müssen Sie die Sicherheit der Beschäftigten durch weitere Maßnahmen gewährleisten.

    Praktische Konsequenz: Sie müssen mittels Gefährdungsbeurteilung Maßnahmen für Betriebsstörungen und besondere Betriebszustände festlegen und umsetzen. Der Dokumentationsaufwand wird höher werden.

    Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber

    Arbeiten dürfen nur durch betriebsfremde Personen (Fremdfirmen) ausgeführt werden, wenn diese über die nötige Fachkunde verfügen. Fremdfirmen müssen vom Unternehmer vorher über Gefährdungen durch Arbeitsmittel und über besondere Verhaltensregeln im Betrieb informiert werden. Auf der anderen Seite müssen die Auftragnehmer über Gefährdungen, die durch ihre Arbeiten entstehen, den Auftraggeber und andere beteiligte Firmen informieren. Diese gegenseitige Informationspflicht gilt auch, wenn mehrere Unternehmen in einem Betrieb arbeiten. In diesem Fall müssen sie sich auch gegenseitig über auftretende Gefährdungen informieren.

    Bei der Gefährdungsbeurteilung und der Abstimmung von Schutzmaßnahmen müssen alle betroffenen Arbeitgeber zusammenarbeiten. Tritt eine zusätzliche Gefährdung für Beschäftigte anderer Arbeitgeber auf, ist für die Abstimmung der Schutzmaßnahmen eine, hinsichtlich der zu treffenden Schutzmaßnahmen weisungsbefugte, Person zu bestellen. Die Bestellung einer solchen Person entbindet die einzelnen Arbeitgeber aber nicht von ihren Pflichten.

    Praktische Konsequenz: Der gegenseitigen Abstimmung und Dokumentation wird eine höhere Bedeutung zukommen, als oftmals bisher gelebt. Betriebsordnungen für Fremdfirmen werden zunehmend zum Alltag werden.

    Neuregelung zu Aufzugsanlagen

    Im Fahrkorb muss bis spätestens bis zum 31.12.20202 ein wirksames Zweiwege-Kommunikationssystem montiert sein, welches ständig eine Notrufzentrale erreichen kann.

    Zu jeder Aufzugsanlage muss bis zum 31.05.2016 ein Notfallplan erstellt werden, der mindestens folgende Angaben enthält:

    • Standort der Anlage
    • Verantwortlicher Arbeitgeber
    • Personen, die Zugang zu der Anlage haben
    • Personen, die eine Befreiung eingeschlossener Personen vornehmen können
    • Kontaktdaten von Personen, die Erste Hilfe leisten können
    • Notbefreiungsanleitung für die Aufzugsanlage

    Instandhaltungsarbeiten müssen anhand der Art und Intensität der Nutzung der Anlage festgelegt werden.

    Mit dem Ziel der Sicherheit der Anlage bis zur nächsten Prüfung müssen diese durchgeführt werden. Dabei sind auch alle externen Sicherheitseinrichtungen zu betrachten. Prüfungen erfolgen durch eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) und zwar

    • vor erstmaliger Inbetriebnahme
    • regelmäßig Wiederkehrend, längstens alle 2 Jahre (Hauptprüfung)
    • in der Mitte zwischen zwei Hauptprüfungen als Zwischenprüfung

    dabei ist in der Aufzugskabine eine Prüfplakette anzubringen, aus der sich das Datum der nächsten Prüfung (Monat/Jahr) und die prüfende ZÜS ergeben.

    Der Autor
    Holger Kück ist Sicherheitsingenieur und Geschäftsführer von KUECK Industries Ltd.

    www.dgwz.de/gesetze/betriebssicherheitsverordnung

    Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

    Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

    Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

    Die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln (Betriebssicherheitsverordnung, BetrSichV) regelt im Sinne des Arbeitschutzes die Anforderungen an die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Beschäftigten bei der Verwendung von Arbeitsmitteln sowie an den Schutz anderer Personen („Dritter“) im Gefahrenbereich überwachungsbedürftiger Anlagen. Sie beinhaltet ein umfassendes Schutzkonzept, das auf alle von Arbeitsmitteln ausgehenden Gefährdungen anwendbar ist.

    Grundbausteine sind eine einheitliche Gefährdungsbeurteilung für die Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln, eine einheitliche sicherheitstechnische Bewertung für den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen, der Stand der Technik als wesentlicher Sicherheitsmaßstab sowie Mindestanforderungen für die Beschaffenheit von Arbeitsmitteln, soweit sie nicht bereits anderweitig geregelt sind.

    Die Betriebssicherheitsverordnung ist die deutsche Umsetzung der Arbeitsmittelrichtlinie 89/655/EWG. Die seit ihrem Erlass im Jahr 2002 im Wesentlichen unveränderte Betriebssicherheitsverordnung wurde neu gefasst und ist am 7. Januar 2015 von der Bundesregierung beschlossen worden. Die neue Verordnung trägt den geänderten Langtitel „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln“. Der Kurztitel „Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV“ wurde beibehalten.

    Die neue Betriebssicherheitsverordnung ist am 1. Juni 2015 in Kraft getreten.

    Inhaltsübersicht

    BetrSichV (PDF)Inhaltsverzeichnis DIN VDE V 0108-100-1  (Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz)

    Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln (Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV)

    Abschnitt 1 – Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen
    §  1    Anwendungsbereich und Zielsetzung
    §  2    Begriffsbestimmungen

    Abschnitt 2 – Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen
    §  3    Gefährdungsbeurteilung
    §  4    Grundpflichten des Arbeitgebers
    §  5    Anforderungen an die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel
    §  6    Grundlegende Schutzmaßnahmen bei der Verwendung von Arbeitsmitteln
    §  7    Vereinfachte Vorgehensweise bei der Verwendung von Arbeitsmitteln
    §  8    Schutzmaßnahmen bei Gefährdungen durch Energien, Ingangsetzen und Stillsetzen
    §  9    Weitere Schutzmaßnahmen bei der Verwendung von Arbeitsmitteln
    § 10    Instandhaltung und Änderung von Arbeitsmitteln
    § 11    Besondere Betriebszustände, Betriebsstörungen und Unfälle
    § 12    Unterweisung und besondere Beauftragung von Beschäftigten
    § 13    Zusammenarbeit verschiedener Arbeitgeber
    § 14    Prüfung von Arbeitsmitteln

    Abschnitt 3 – Zusätzliche Vorschriften für überwachungsbedürftige Anlagen
    § 15    Prüfung vor Inbetriebnahme und vor Wiederinbetriebnahme nach prüfpflichtigen Änderungen
    § 16    Wiederkehrende Prüfung
    § 17    Prüfaufzeichnungen und -bescheinigungen
    § 18    Erlaubnispflicht

    Abschnitt 4 – Vollzugsregelungen und Ausschuss für Betriebssicherheit
    § 19    Mitteilungspflichten, behördliche Ausnahmen
    § 20    Sonderbestimmungen für überwachungsbedürftige Anlagen des Bundes
    § 21    Ausschuss für Betriebssicherheit

    Abschnitt 5 – Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, Schlussvorschriften
    § 22    Ordnungswidrigkeiten
    § 23    Straftaten
    § 24    Übergangsvorschriften

    Anhang 1 (zu § 6 Absatz 1 Satz 2)
    Besondere Vorschriften für bestimmte Arbeitsmittel

    Anhang 2 (zu den §§ 15 und 16)
    Prüfvorschriften für überwachungsbedürftige Anlagen

    Anhang 3 (zu § 14 Absatz 4)
    Prüfvorschriften für bestimmte Arbeitsmittel

    Weiterführende Informationen

    Schlagworte

    Betriebssicherheitsverordnung, BetrSichV, Betriebssicherheit, Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz, Gefährdungsbeurteilung, Gesundheitsschutz, Verordnung, Gesetz, Schutzkonzept

    Unternehmenssicherheit

    Unternehmenssicherheit

    Weiterführende Kontakte

    Unternehmenssicherheit, Betriebssicherheit, Datenschutz, Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Brandschutz, IT-Sicherheit, Cyber Security, Informationssicherheit