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Raumlufttechnische Anlagen sicher warten und betreiben in Zeiten der Pandemie

Praxisleitfaden: Raumlufttechnische Anlagen

Wie Planung und Betrieb von Raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) den Anforderungen eines erhöhten Infektionsschutzes gerecht werden, zeigt ein neuer Praxisleitfaden des Bundesindustrieverbandes Technische Gebäudeausrüstung e.V. (BTGA). Der mit dem Titel “Planung und Betrieb von RLT-Anlagen bei erhöhten Infektionsschutzanforderungen” veröffentlichte Leitfaden verdeutlicht, wie Betrieb, Inspektion und Wartung einer RLT-Anlage unabhängig von allen anlagentechnischen Maßnahmen unter den Bedingungen einer Pandemie korrekt erfolgen sollten. Bei der konkreten Anwendung der ausgewählten Handlungsempfehlungen sind die physikalischen, räumlichen und nutzungsbedingten Gegebenheiten zu berücksichtigen.

Raumlufttechnische Anlagen sicher warten und betreiben in Zeiten der Pandemie

Der Leitfaden richtet sich an Mitarbeiter des TGA-Anlagenbaus als auch an Planer und Betreiber einer RLT-Anlage und ist als Hilfestellung gedacht. Er steht zum kostenlosen Download bereit.

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Virenlast verringern: Betrieb von Raumlufttechnischen Anlagen

Virenlast verringern: Betrieb von Raumlufttechnischen Anlagen

Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ)
Pressemitteilung Nr. 2020-08 vom 28. Oktober 2020

Eine Übertragung von Corona-Viren über Klima- und Lüftungsanlagen kann nach heutigem Kenntnisstand nahezu ausgeschlossen werden, wenn die im Raum belastete Luft kontinuierlich abtransportiert und die zugeführte Luft normgerecht gefiltert wird. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) hin.

Raumlufttechnische Anlagen (RLT) sind ein notwendiger Bestandteil für das optimale Betreiben vieler Gebäude. Da die Übertragung der Corona-Viren durch Tröpfchen oder Aerosole erfolgt, spielt die Lüftung mit Außenluft in Gebäuden hier eine entscheidende Rolle. Unter den aktuellen Randbedingungen können und sollen Betreiber ihre RLT-Anlagen nicht abschalten, da die Anlagen zu einer Verbesserung der Raumluft beitragen. Die Lüftungsanlage transportiert die belastete Raumluft kontinuierlich ab und bringt Frischluft, welche mit wirksamen Filtern gereinigt wird, in den Raum ein. Dadurch wird die Virenlast innerhalb des Gebäudes deutlich verringert. Grundsätzlich gilt bei Lüftungsanlagen, die einen Umluftanteil haben: Je höher der Außenluftanteil und damit je geringer der Umluftanteil einer Lüftungsanlage, desto geringer die Virenlast und damit das Corona-Infektionsrisiko im Raum.

„Um die Ausbreitung von Aerosolen in andere Bereiche zu minimieren, sind neben einer ordnungsgemäßen Instandhaltung von RLT-Anlagen weitere Aspekte zu beachten. So sind Zu- und Abluft stets strikt voneinander zu trennen, sodass beim Abtransport der verbrauchten Luft eine Übertragung auf die Zuluft ausgeschlossen ist. Abluftsysteme arbeiten normalerweise im Unterdruck, dadurch kann belastete Abluft nicht in andere Bereiche strömen. In ungünstigen Fällen sind die Systeme abzudichten. Zudem sind die Betriebszeiten zu verlängern und der Außenluftvolumenstrom in Relation zur Belegung zu prüfen“, kommentiert Claus Händel, Technischer Referent beim Fachverband Gebäude-Klima e.V.. Sekundärluftgeräte wie beispielsweise Raumklimageräte können ebenfalls weiterbetrieben werden, da diese nur innerhalb eines Raumes wirksam sind. Eine ausreichende Lüftung muss hier jedoch über eine Lüftungsanlage oder die Fenster sichergestellt werden. Die optimale Raumluftfeuchte spielt ebenso eine wichtige Rolle. Soweit möglich, sollte die Raumluftfeuchtigkeit im Bereich von 40 bis 60 Prozent liegen, keinesfalls aber unter 35 Prozent.

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Über die DGWZ
Die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) setzt sich branchenübergreifend für Unternehmen in Deutschland ein, veröffentlicht neutrale Fachinformationen und bietet bundesweit Seminare zu Normen, Richtlinien und Vorschriften für die berufliche Weiterbildung an. Die DGWZ hat ihren Sitz in Bad Homburg und wurde 2013 gegründet.

Ansprechpartner
Ilka Klein
Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit mbH
Louisenstraße 120
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Telefon  06172 98185-30
Telefax   06172 98185-99
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Weiterführende Informationen:
www.dgwz.de/raumlufttechnische-anlagen
Betrieb Raumlufttechnischer Anlagen unter den Randbedingungen der aktuellen Covid-19-Pandemie

Effiziente Raumluftkonzepte

Effiziente Raumluftkonzepte

Kleinste Tröpfchen mit SARS-CoV-2-Erregern stellen in der Raumluft, z. B. in Klassenzimmern, Besprechungsräumen und Großraumbüros, eine hohe unkontrollierbare Infektionsgefahr dar. Bis wirksame Impfstoffe zur Verfügung stehen, sind technische Lösungen erforderlich, um die Pandemie einzudämmen. Die Installation komplexer Gebäudelüftungstechnik ist aufwendig, teuer und im Gebäudebestand häufig nicht umsetzbar. Lüften über Fenster wiederum ist durch den undefinierten Luftaustausch unsicher und spätestens im Winter aufgrund der Außentemperaturen nicht mehr ohne Weiteres möglich.

In den Fokus rücken daher mobile Luftreiniger. Sie verfügen über hocheffiziente Schwebstofffilter, die Partikel aus der Raumluft herausfiltern und teilweise mit Plasma- und UV-Sterilisationssystemen kombiniert werden können. Durch das Umluftverfahren wird die Rauminnenluft permanent gereinigt.

Betreiber tun gut daran, untersuchen zu lassen, ob der Einsatz solcher Luftreiniger in geschlossenen Räumen effektiv zur Reduzierung der Infektionsgefahr mit SARS-CoV-2 beiträgt oder ob bereits einfachere Luftreinheitskonzepte zielführend sind. Hierfür sind neben der theoretischen Betrachtung unterschiedlicher Funktionstypen, Simulationen u. a. in Abhängigkeit räumlicher Gegebenheiten, Wärmelasten, Strömungsverhältnissen und Aufstellort der Luftreiniger durchzuführen.

Autor: Dr.-Ing. Udo Gommel, Leiter der Abteilung Reinst- und Mikroproduktion, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

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Lüftungsanlagen und Virenausbreitung

Virenausbreitung durch Lüftungsanlagen minimieren

Raumlufttechnische Anlagen sind notwendiger Bestandteil des Gebäudes und dürfen unter den aktuellen Randbedingungen nicht abgeschaltet werden. Um die Ausbreitung von Aerosolen zu minimieren, sind Umluftanteile zu minimieren, Betriebszeiten zu verlängern sowie der Außenluftvolumenstrom in Relation zur Belegung zu prüfen. Raumklimageräte können ebenfalls weiterbetrieben werden, da diese nur innerhalb eines Raumes wirksam sind. Eine ausreichende Lüftung muss hier jedoch über die Lüftungsanlage oder die Fenster sichergestellt werden. Soweit möglich, soll die Raumluftfeuchtigkeit im Bereich zwischen 40 bis 60 Prozent liegen.

Autor: Claus Händel, Technischer Referent, Fachverband Gebäude-Klima e.V. (FGK)

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Mobile Raumluftreiniger

Übersicht zu mobilen Luftreinigern

Übersicht zu mobilen Luftreinigern

Einführung | Vorschriften | Publikationen | Hersteller |Institutionen | Weitere Informationen

Einführung

Mobile Luftreiniger sind Sekundärluftgeräte, welche dem Raum keine Außenluft zuführen. Neben dem Luftaustausch und der thermischen Luftbehandlung in Räumen, können mobile Luftreiniger auch zur Minimierung der Virenlast beitragen und somit als ergänzende Maßnahme des Infektionsschutzes fungieren. Die erzielte Wirkung hängt von der verwendetetn Filtermethode ab. Meistens befinden sich HEPA-Filter, UV-C-Filter oder Aktivkohlefilter in den mobilen Lüftungsgeräten.

High Efficiency Particulate Air (HEPA)-Filter der Klasse H13 oder H14 sorgen dafür, dass Viren, bzw. mit Viren beladenen Tröpfchen aus der Luft gefilter werden. HEPA-Filter bestehen meistens aus feinen Glasfasern, die Schadtstoffe abfangen können. Durch die ungleichmäßige Anordnung der Fasern im Filternetz entsteht ein unregelmäßiges Muster, dass auch kleine Filter abfängt. Größere Partikel stoßen somit direkt gegen die Fasern, während kleinere Partikel durch das unregelmäßige Muster an den Glasfasern hängen bleiben.

UV-C-Licht, energiereiche, ultraviolette Strahlung, ist grundsätzlich in der Lage, Viren unschädlich zu machen. Dabei muss die Strahlendosis, die die Zielorganismen erreichen soll, hochgenug sein. Die Verwendung von UV-C-Licht kann Schäden an Haut und Augen verursachen, weshalb bei der Verwendung von Luftreinigern mit UV-C-Strahlung gesichert sein sollte, dass aus ihnen keine UV-C-Strahlung freigesetzt wird.

Aktivkohlefilter beseitigen flüchtige organische Verbindungen, indem der Aktivkohlefilter diese Stoffe adsorbiert. Er eignet sich deswegen vorallem zu effektiven Geruchsbekämpfung, allerdings weniger für die Beseitigung fester Artikel. Deswegen werden Aktivkohlefilter häufig mit HEPA-Filtern kombiniert.

Mobile Raumluftreiniger bedürfen eines sachgerechten Einsatzes. Dabei sind neben der herstellerspezifischen Angaben, auch eine geeignete Bemessung des Luftvolumenstroms im Verhältnis zum Raumvolumen, sowie die konkrete Raumnutzung zu berücksichtigen.

Vorschriften

Für mobile Luftreiniger gelten bestimmte Vorschriften:

Publikationen

Hersteller

Institutionen

Weitere Informationen

Stichworte

  • Luftreiniger, Raumluftfilter, Luftwäscher, Umluftreiniger
  • Virenausbreitung, Covid-19-Pandemie, Aerosole, Raumluftfeuchtigkeit

Übersicht zu Lüftungsanlagen

Übersicht zu Lüftungsanlagen

Einführung | Vorschriften | Publikationen | Hersteller | Weitere Informationen

Einführung

Bei Lüftungsanlagen, auch raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) genannt, handelt es sich um alle Anlagen, die den Zustand der Raumluft hinischtlich Lufttemperatur, Luftfeuchte und Luftqualität beeinflussen. Sie sorgen sorgen sowohl für den Luftaustausch als auch für die thermische Luftbehandlung in Räumen und Gebäuden. Die Lüftungsanlage transportiert die belastete Raumluft kontinuierlich ab und bringt Frischluft, welche mit wirksamen Filtern gereinigt wird, in den Raum ein. Die Aufgaben von RLT-Anlagen können variieren: Während manche RLT-Anlagen für die Belüftung oder Klimatisierung von Räumen zuständig sind, erfüllen andere RLT-Anlagen die produktionsbedingten Anforderungen, die beispielsweise in einer Druckerei zu beachten sind, oder saugen Gefahrenstoffe ab und erhöhen dadurch die Sicherheit.
Der Abtransport belasteter Raumluft sowie die Zufuhr von gefilteter und aufbereiteter Außenluft verringern die Virenlast in den von einer RLT-Anlage versorgten Räumen. Somit sorgen RLT-Anlagen für ein hohes Maß an Sicherheit und können, nach aktuellem Kenntnisstand, in Kombination mit einem möglichst hohem Außenluftanteil das Risiko einer Übertragung von Corona-Viren durch Tröpfcheninfektion oder über Aerosole minimieren.

Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A 3.6 “Lüftung” legen fest, dass RTL-Anlagen dem Stand der Technik entsprechen und bestimmungsgemäß betrieben werden müssen. Die Wartung der Anlagen hat gemäß § 4 der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in regelmäßigen Abständen zu erfolgen. Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung nach § 3 ArbStättV müssen die Anforderungen an eine RLT-Anlage überprüft und festlegt werden. Desweiteren muss über mögliche Gesundheitsgefahren, die bei Ausfall oder Störung der RLT-Anlage auftreten können, informiert werden. Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung die Instandhaltungsintervalle festzulegen, die so gewählt werden sollen, dass die technischen, hygienischen und raumlufttechnischen Eigenschaften und der sichere Betrieb der Anlage während der gesamten Betriebszeit gewährleistet sind. Die VDI 6022 “Hygieneanforderungen an RLT-Anlagen und -Geräte” beschreibt die hygienischen Anforderungen, während die DIN EN 12599 „Prüf- und Messverfahren für die Übergabe eingebauter raumlufttechnischer Anlagen“ die Abnahmeprüfung erläutert.

Vorschriften

Für Lüftungsanlagen gelten eine Reihe von Normen und Technischen Regeln:

Publikationen

Hersteller

Weitere Informationen

Stichworte

  • Lüftung, Raumlufttechnische Anlagen, RLT-Anlagen, Lüftungsanlagen
  • Virenausbreitung, Covid-19-Pandemie, Aerosole, Raumluftfeuchtigkeit
  • VDI 6022, DIN EN 12599, VDI 3808, Norm, Vorschrift