Neue TRBS 1111 für Gefährdungsbeurteilung

Die überarbeitete Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 1111 vom März 2018 unterstützt den Arbeitgeber umfassend bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV).

So ist die Gefährdungsbeurteilung von einer fachkundigen Person oder mittels kundiger Beratung durchzuführen. Dabei muss die Sicherheit der Beschäftigten auch im Gefahrenbereich des Arbeitsmittels gewährleistet werden und bei überwachungsbedürftigen Anlagen den Schutz dritter Personen (z. B. Kunden) im Gefahrenbereich berücksichtigen. Ebenso sind in die Beurteilung u.a. Gebrauchstauglichkeit, altersgerechte Gestaltung, physische und psychische Belastungen aufzunehmen.

Autor: Ute Wiese, Fachkraft für Arbeitssicherheit, CertLex AG

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Neue TRBS 3121 für Betrieb von Aufzügen

Seit Oktober 2018 regelt die neue Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 3121 die Pflichten des Arbeitgebers für den Betrieb von Aufzügen.

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Übersicht zu Feststellanlagen

Feststellanlagen – Übersicht

Die wichtigsten Informationen zu Feststellanlagen

Feststellanlage nach DIN 14677

Feststellanlagen nach DIN 14677

Praesentation-Feststellanlagen-Übersicht

Gliederung

Was ist eine Feststellanlage?

Grundlagen

Feststellanlagen (FSA) werden auch als Türfeststellanlagen (TFA) bezeichnet und dienen dem Offenhalten von Brandabschlüssen wie

  • Brandschutztüren,
  • Rolltoren,
  • Rauchschutztüren und
  • Rauchschürzen zwischen Brandabschnitten.

Im Falle eines Brandes oder Rauchentwicklung sichert eine Feststellanlage das sichere schließen der Feuerschutzabschlüsse bzw. Rauchabschlüsse.

Aufbau

Bestehen hauptsächlich aus:

  • Einer Feststelleinrichtung wie einem Magneten mit Ankerplatte oder einem Türschließer mit Feststellung und gegeben falls automatisierten Tor- und Türantrieben
  • Mindestens einem Brandmelder. Beispielsweise ist hier ein optischer Rauchmelder oder auch ein Rauchschalter zu verwenden
  • Falls die Feststellung nicht durch geringen Druck auf das Türblatt aufgehoben werden kann, ist ein Handauslösetaster zum manuellen Schließen notwendig

Arten von Feststellanlagen

Bauart 1

  • die Auslösevorrichtung ist nur Bestandteil der Feststellanlage

Bauart 2

  • die Auslösevorrichtung ist nicht nur Bestandteil der Feststellanlage, sondern auch einer Brandmeldeanlage

Türschließer, Feststellanlagen und Freilauftürschließer im Vergleich

Türschließer

  • Die Funktion eines Türschließers ist das automatische Schließen der Tür nach dem Vorgang des öffnens
  • Typische Anwendungsbeispiele sind Brandschutztüren und Außentüren
  • Nach DIN 18263-1 (bei Bauart K) und DIN EN 1154 technisch reguliert

Feststellanlagen

  • Die Funktion einer Feststellanlage ist das Offenhalten der Tür und das automatische Schließen im Rauch- oder Brandfall
  • Typische Anwendungsbeispiele sind Brandschutztüren die offen stehen
  • Nach DIN 14677, DIBt-Richtlinien und der DIN EN 14637 technisch reguliert

Freilauftürschließer

  • Die Funktion eines Freilauftürschließers ist die leichte Bedienung der Tür von Hand
  • Typische Anwendungsbeispiele sind barrierefreie Brandschutztüren
  • Nach DIN EN 1155, DIN EN 14637 technisch reguliert

Begriffserklärung

Eingewiesene Person

  • eine Person, die ohne einen Kompetenznachweis eine Feststellanlage warten und überprüfen kann. Zudem muss die eingewiesene Person dies selbstständig und mit eigener Verantwortung tun.

Betreiber

  • Eine Person, die für den betrieb der Feststellanlage nach DIN 14677 verantwortlich ist.

Instandhalter

  • Bei einem Instandhalter handelt es sich um eine Firma eine Stelle oder eine Person, welche mit der Instandhaltung explizit beauftragt ist

Fachkraft für Feststellanlagen

  • Eine Person mit einem Kompetenznachweis für die Instandhaltung von Feststellanlagen. Der Kompetenznachweis hat eine Gültigkeit für 5 Jahre

Normen und Vorschriften

Für Feststellanlagen gelten eine Reihe von Technischen Regeln (Normen) und Rechtsvorschriften

DIBt-Richtlinien

DIN 14677

  • Seit März 2011 ergänzt die DIN 14677 “Instandhaltung von elektrisch gesteuerten Feststellanlagen für Feuerschutz- und Rauchschutzabschlüsse” die Vorgaben des DIBt.
  • Regelungen zu: Instandhaltung von Feststellanlagen, Tauschzyklen für Brandmelder, Kompetenznachweis für Instandhalter
  • Beuth: www.beuth.de/de/norm/din-14677/137278359

DIN EN 14637

  • Seit dem Erscheinen der Bauregelliste vom Januar 2009 wird die DIN EN 14637 “Schlösser und Baubeschläge – Elektrisch gesteuerte Feststellanlagen für Feuer-/Rauchschutztüren – Anforderungen, Prüfverfahren, Anwendung und Wartung” aufgeführt. Sie ist erschienen 2008-01.
  • Beuth: www.beuth.de/de/norm/din-en-14637/103595815

Publikationen

Hersteller

Weitere Informationen

Stichworte
Feststellanlagen, FSA, Türfeststellanlagen, TFA, Fachkraft, DIN 14677, Sachkundige Person, Funktionsprüfung, Instandhaltung, Wartung

Arbeitsstättenregel ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände

ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände

Arbeitsstättenregel ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände

Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten werden vom Ausschuss für Arbeitsstätten (ASTA) erarbeitet und treten nach der Veröffentlichung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BAuA) in Kraft. Derzeit gibt es 18 Technische Regeln für Arbeitsstätten. Die Technischen Regeln konkretisieren die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung. Bei Einhaltung der Technischen Regeln kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnungen erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen. Die ASR werden von den Gewerbeaufsichtsämtern der Länder kontrolliert. Diese Kontrollen werden unangemeldet durchgeführt und können bei Nichteinhaltung der Vorschriften für den Arbeitgeber verbindliche Anordnungen oder in besonders schwerwiegenden Fällen sogar die Stilllegung der Anlagen und Maschinen zur Folge haben.

Die ASR A2.2 gilt für das Ausstatten und Betreiben von Arbeitsstätten mit Brandmelde- und Feuerlöscheinrichtungen sowie für Maßnahmen zur Erkennung und Bekämpfung von Entstehungsbränden und zur Alarmierung.

Inhalt der ASR A2.2

1 Zielstellung
2 Anwendungsbereich
3 Begriffsbestimmungen
4 Eignung von Feuerlöschern und Löschmitteln
5 Ausstattung von Arbeitsstätten
6 Betrieb
7 Abweichende/ergänzende Anforderungen für Baustellen

Weitere Informationen

Arbeitsstättenregel ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände, Technische Regel für Arbeitsstätten

Arbeitsstättenregel ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände

Planungsspielraum beim Brandschutz

Arbeitsstättenregel ASR A2.2 Maßnahmen gegen BrändeDie Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ ersetzt seit 2013 die BGR/GUV-R 133. Dadurch erhalten Planer mehr Entscheidungsspielraum beim Thema Brandschutz. Grundsätzlich unterscheidet die ASR A2.2 zwischen den Kategorien „normale Brandgefährdung“ und „erhöhte Brandgefährdung“. Um höhere Brandschutzziele zu erreichen, sind vielfältige Optionen erlaubt: von einer höheren Anzahl an Feuerlöschern bis hin zu Brandmelde- und Feuerlöschanlagen (Kap. 5.2.4 – 3). So entsteht mehr Freiraum für individuelle Lösungen. (kz)

Autor: Klaus Zöller (kz), ZBT Zöller Brandschutztechnik e.K., Sarstedt

Weitere Informationen

Arbeitsstättenrichtlinie, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände, Brandschutz

Moderner Aufzug nach DIN EN 81-20 und DIN EN 81-50

Sicherheit und Komfort für Aufzüge

Moderner Aufzug nach DIN EN 81-20 und DIN EN 81-50Beim Bau von Aufzugsanlagen müssen zukünftig höhere Anforderungen beachtet werden. Die Sicherheitsstandards für Personen- und Lastenaufzüge werden durch die neuen Normen DIN EN 81-20 und DIN EN 81-50 erhöht und der Komfort für die Nutzer gesteigert.

Die Normenreihe DIN EN 81 beschreibt „Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen“. Anfang 2015 sind zwei neue Normen der Reihe in Kraft getreten und werden nach der Übergangsfrist zum 1. September 2017 verbindlich. Die DIN EN 81-20:2014-11 „Teil 20: Personen- und Lastenaufzüge“ definiert die Vorgaben für die Konstruktion und die technischen Eigenschaften von Aufzügen. Sie schreibt vor, welche Bedingungen beim Einbau von Aufzügen zu beachten sind. Die DIN EN 81-50:2015-02 „Teil 50: Konstruktionsregeln, Berechnungen und Prüfungen von Aufzugskomponenten“ legt fest, wie Auslegungen und Prüfungen von Komponenten durchzuführen sind. Die neuen Normen ersetzen die EN 81-1 und EN 81-2.

Bei Aufzugsanlagen muss nun mehr Platz durch größere Schutzräume in Schachtkopf und Schachtgrube eingeplant werden, möglichst ohne Schachtabmessungen zu vergrößern. In der Kabine ist eine hellere Beleuchtung gefordert und Aufzugstüren haben größere Kräfte als bisher auszuhalten. Bei Glastüren soll die Gefahr verringert werden, dass Kinderhände eingeklemmt werden. Alle Aufzüge müssen mit Lichtgittern an den Türen ausgestattet werden und eine gute Haltegenauigkeit erreichen. (gs) www.dgwz.de/din-en-81

Autor: Dr. Gerhard Schiffner (gs), Head of Codes & Safety, ThyssenKrupp Elevator AG

Weitere Informationen

IT-Grundschutz - Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

IT-Sicherheit: Stabsstelle unverzichtbar

IT-Grundschutz - Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)Beim Thema Informationssicherheit geht es längst nicht nur um Technik. Natürlich sind Maßnahmen wie Patchen, Virenschutz und Datensicherung weiterhin unverzichtbar. Sie sind aber völlig nutzlos, wenn beispielsweise der Serverraum für Jedermann frei zugänglich ist. Erfolg verspricht daher nur ein ganzheitlicher Planungsansatz. Voraussetzung ist die Implementierung einer zentralen Stabsstelle im Unternehmen, etwa durch den Posten eines Sicherheitsverantwortlichen. Ebenfalls sinnvoll ist die kontinuierliche Fortbildung und Sensibilisierung der Mitarbeiter, denn schon das Öffnen von Spam-Mails kann verheerende Folgen haben.

Wie Informationssicherheit auf allen organisatorischen und technischen Ebenen gewährleistet werden kann, zeigt der IT-Grundschutz des BSI, der aktuell modernisiert wird. Planer finden in den kostenfreien Unterlagen alles, was sie zu einzelnen Themenbereichen, wie etwa Sicherheit, Infrastruktur, IT-Systeme oder Netze wissen müssen. Dazu gehören unter anderem potenzielle Gefährdungsszenarien sowie entsprechende Sicherheitsmaßnahmen. Für die Umsetzung gilt hierbei: Ohne ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen geht nur sehr wenig. Zwar sind die Empfehlungen des BSI so geschrieben, dass nicht viel Geld investieren werden muss oder ein externer Berater benötigt wird, am Ende muss sich aber jemand verlässlich um das Thema kümmern. (hs)

Autor: Holger Schildt (hs), IT-Grundschutz, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

Weitere Informationen

www.dgwz.de/it-grundschutz

ASR A2.3 Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan

ASR A2.3

ASR A2.3 Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan

Technische Regel für Arbeitssttätten (ASR)

Weiterführende Informationen

Stichworte

ASR A2.3

Regeln

In dieser Liste wird nach und nach auf die wichtigsten Regeln, Vorschriften, Richtlinien, Merkblätter und Leitfäden verwiesen.

Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR)

Der Ausschuss für Arbeitsstätten (ASTA) erarbeitet die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR)

  • ASR A1.2 Raumabmessungen und Bewegungsflächen
  • ASR A1.3 Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung
  • ASR A1.5/1,2 Fußböden
  • ASR A1.6 Fenster, Oberlichter, lichtdurchlässige Wände
  • ASR A1.7 Türen und Tore
  • ASR A1.8 Verkehrswege
  • ASR A2.1 Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen, Betreten von Gefahrenbereichen
  • ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände
  • ASR A2.3 Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan
  • ASR V3a.2 Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten
  • ASR A3.4 Beleuchtung
  • ASR A3.4/3 Sicherheitsbeleuchtung, optische Sicherheitsleitsysteme
  • ASR A3.5 Raumtemperatur
  • ASR A3.6 Lüftung
  • ASR A4.1 Sanitärräume
  • ASR A4.2 Pausen- und Bereitschaftsräume
  • ASR A4.3 Erste-Hilfe-Räume, Mittel und Einrichtungen zur Ersten Hilfe
  • ASR A4.4 Unterkünfte

VdS-Richtlinien

  • VdS 2227 Einbruchmeldeanlagen – Allgemeine Anforderungen und Prüfmethoden

Weiterführende Informationen

Stichworte

  • Regeln, Vorschriften, Richtlinien, Merkblätter, Leitfäden

Regeln