Vorausschauende Instandhaltung von Aufzügen

Im Gegensatz zur Präventiven Instandhaltung basiert bei Aufzügen die Vorausschauende Instandhaltung, engl. Predictive Maintenance (PdM), nicht auf Zeitintervallen, Betriebsstunden-, Tür- und Fahrtzählern. Stattdessen werden durch eine Verschleißüberwachung voraussehbare Defekte verhindert, Ausfallzeiten planbar und damit die Anlagenverfügbarkeit erhöht. Das verringert die Unterhaltungskosten.

Die Diskussion um das Internet der Dinge lenkt den Fokus auf die Vorausschauende Instandhaltung von komplexen Maschinen, zu denen auch Aufzüge gehören. Wie so oft gibt es eine gute Portion Hype und Optimismus auf Seiten der Technologieexperten und Skepsis bzw. sogar Widerstand von Wartungsorganisationen und erfahrenen Technikern. Dieser Widerstand lässt sich gut nachvollziehen, wird die aktuellen Entwicklungen am Aufzugsmarkt aber nicht aufhalten.

Ein gesundes Maß an Skepsis ist dennoch angebracht. Für komplexe Maschinen wie Aufzüge ist es heute noch nicht möglich, einfach Gigabyte an Mess- und Steuerungsdaten in die Cloud zu übertragen und auf die Magie der Künstlichen Intelligenz (KI) zu setzen, in der Hoffnung, dass daraus sinnvolle Wartungsmaßnahmen abgeleitet werden.

Die Steuerungen der Maschinen über das Internet an eine Cloud anzubinden, ist nicht weit entfernt von der bereits vor mehr als 20 Jahren praktizierten Datenfernübertragung für Aufzugsteuerungen. Diese Methode ermöglicht im Wesentlichen nur eine Präventive Instandhaltung und beschränkt sich mangels offener Protokolle auf die Aufzugsteuerungen eines Herstellers. Die Anbindung der Aufzugsteuerung an die Cloud bietet nicht mehr Informationen über den Aufzug als sie auch dem Techniker vor Ort vorliegen. Natürlich ist der Zugriff, die Verwaltung und die Verknüpfung mit Supportdokumenten aber viel komfortabler. Eine Vorausschauende Instandhaltung mit all ihren Vorteilen ist dies aber noch nicht.

Nur wenn das Domänenwissen um Aufzüge, das messtechnische Wissen und das Wissen von Datenanalysten um Algorithmen und Statistik zusammengebracht werden, wird eine effiziente, wirtschaftliche und vor allen Dingen funktionsfähige Lösung geschaffen.

Autor: Tim Ebeling, Geschäftsführer, Henning GmbH & Co. KG

Weitere Informationen:

DGWZ-Fachbeirat erarbeitet White Paper über Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme

Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit
Pressemitteilung Nr. 2019-03 vom 19. Februar 2019

Der Fachbeirat Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme (NGRS) der Deutschen Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) erarbeitet ein White Paper über NGRS. Der Entwurf des White Papers befindet sich derzeit in der Kommentierungsphase. Die Publikation bietet Verantwortlichen und Gebäudemanagern in öffentlichen Einrichtungen ein umfassendes Gesamtbild über die grundlegenden technischen und organisatorischen Anforderungen, die an ein NGRS nach der im Juli 2016 erschienenen Vornorm DIN VDE V 0827-1 gestellt werden.

NGRS nach DIN V VDE 0827-1 dienen zur Bewältigung von Notfällen sowie Gefahren- und Krisensituationen in öffentlich zugänglichen Einrichtungen. Dazu zählen insbesondere Bildungseinrichtungen, Behörden und Kindergärten, aber auch private Objekte mit ähnlichem Schutzbedarf wie beispielsweise Krankenhäuser. Die primäre Aufgabe von NGRS ist die schnelle und zuverlässige Alarmierung hilfeleistender Einsatzkräfte im Notfall. Obwohl die DIN VDE V 0827-1 die Zusammenhänge und Maßnahmen der Krisenbewältigung detailliert beschreibt, tauchen bei der Umsetzung in die Praxis immer wieder Fragen auf, beispielsweise beim Neubau und der Sanierung von Schulen.

Das White Paper soll bei der Planung, Umsetzung und Anwendung von NGRS sowie der Ausarbeitung von Risikoanalysen und Sicherheitskonzepten für Notfälle ergänzend unterstützen. Es richtet sich an Planer, Architekten, Behörden, Polizei, Feuerwehren, Versicherer, Hersteller und Errichter von Sicherheitsanlagen sowie an Bauherren, Eigentümer und Betreiber von gefährdeten Objekten, die NGRS planen, umsetzen und anwenden.

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Über die DGWZ

Die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) setzt sich branchenübergreifend für Unternehmen in Deutschland ein, veröffentlicht neutrale Fachinformationen und bietet bundesweit Seminare zu Normen, Richtlinien und Vorschriften für die berufliche Weiterbildung an. Die DGWZ hat ihren Sitz in Bad Homburg und wurde 2013 gegründet.

Ansprechpartner

Dr. Barbara Löchte
Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit mbH
Louisenstraße 120
61348 Bad Homburg v. d. Höhe
Telefon  06172 98185-30
Telefax   06172 98185-99
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    Bildquelle: DGWZ
    Bildunterschrift: Der Fachbeirat Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme hat anlässlich seiner dritten Sitzung am 7. Februar 2019 einen Entwurf des White Papers diskutiert (v.l.n.r.): Axel Schmidt (Salto Systems GmbH), Eckart Roeder (Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit mbH), Jochen Sauer (Axis Communications GmbH), Jürgen Wulf (Freiwillige Feuerwehr Bad Homburg), Oliver Hart (Com.Point oHG), Michaela Heinze (Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit mbH), Markus Wennrich (Gehrke Sales GmbH), Bastian Nagel (Hekatron Vertriebs GmbH), Christof Radusch (VBG Verwaltungs-Berufsgenossenschaft), Michael Schenkelberg (Schneider Intercom GmbH), Thilo Meisel (Meiknologic GmbH), Daniel Dupont (Funkwerk AG), Raphael Mayer (Bosch Sicherheitssysteme GmbH), Wolfgang Unger (Novar GmbH), Christian Müller (Scanvest Deutschland GmbH).

Weiterführende Informationen

www.dgwz.de/whitepaper-ngrs

Energieeffizienz von Aufzügen

Die Richtlinie VDI 4707 Blatt 3 beschreibt eine Klassifizierung von Aufzügen abhängig vom Energieverbrauch und sicherheitstechnischer Ausstattung.

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Ratgeber Schutz vor Einbruch

Der Online-Ratgeber von FinanceScout24 zeigt präventive Schutzmaßnahmen und gibt Tipps, wie man nach einem Einbruch reagiert sollte.

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Ergänzende Gutachten sind unzulässig

Baulicher Brandschutz
Ergänzende Gutachten zu bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ), allgemeinen Bauartgenehmigungen (aBG) oder allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen (abP) sind unzulässig. Das hat das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in einer Mitteilung vom 24. August 2018 mitgeteilt. Für Montagebetriebe, Bauherren und Bauunternehmen ist deshalb Vorsicht geboten.

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Sensorgesteuerte Lüftung im Gebäude

Zentrale Lüftungssysteme werden in Großgebäuden und dezentrale Systeme in kleineren Büroeinheiten eingesetzt. Neue Lüftungssysteme mit einer semizentralen Anordnung verbinden die Vorteile zentraler und dezentraler Systeme und sorgen für einen geringen Energieverbrauch und niedrige Betriebskosten.

Im Vergleich zum zentralen Lüftungssystem werden deutlich weniger Leitungen benötigt und die Zahl an Geräten und Außenwandöffnungen liegt unter denen eines rein dezentralen Lüftungssystems. Das erleichtert die Planung und Installation. Da die Lüftung im Gebäude nicht brandabschnittübergreifend angelegt wird, entfallen aufwändige Brandschutzmaßnahmen. Eine komplexe Sensortechnik erfasst u.a. den CO₂-Gehalt der Luft, die Luftfeuchtigkeit, Innen- und Außentemperatur. Die Lüftung wird somit automatisch und exakt nach Bedarf gesteuert. Mit einer Smartphone-App lassen sich zukünftig Daten auslesen und Voreinstellungen individuell anpassen. Die Ausstattung des Lüftungsgerätes mit einem Gegenstromwärmetauscher führt zu einer Wärmerückgewinnung von über 90 %. Durch die effektive Wärmerückgewinnung kann ein erheblicher Anteil der Heizenergie eingespart werden.

Autor: Astrid Kahle, Marketing Manager, bluMartin GmbH

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Fortbildungspunkte für Archiktekten und Planer - Fortbildungs- Praktikumsordnung der Architektenkammer Berlin

Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen

Am 16. Februar 2017 ist die Fortbildungs- und Praktikumsordnung der Architektenkammer Berlin in Kraft getreten. Damit haben nun auch die Architekten in Berlin ein Punktesystem für die Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen und den Nachweis ihrer Fortbildungen. Mitglieder von Architekten- und Ingenieurkammern sind zur regelmäßigen Fortbildung verpflichtet. Nachweis und Verantwortung für die Fortbildung ist von den Kammern in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Ein bundeseinheitlicher Kriterienkatalog zur Fortbildungsanerkennung existiert nicht. Gefordert wird vielmehr ein  Themen- und Fachbezug mit hinreichender „wissenschaftlicher Tiefe“ oder „praktischer Relevanz“.

Neben den Kammern vergibt auch der Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit (VDSI) Weiterbildungspunkte mit den Themenschwerpunkten Arbeits-, Gesundheits-, Umwelt- und Brandschutz sowie Managementsysteme und Security. Abhängig von Dauer, Inhalt und Themenspektrum werden ein bis vier VDSI-Punkte vergeben. Die Anerkennung muss vorab vom Veranstalter beantragt werden.

Autor: Dr. Barbara Löchte, Marketing Kommunikation, Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit

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Arbeitsstättenrichtlinie regelt Feuerlöscher

80 % aller Entstehungsbrände können erfolgreich bekämpft werden, bevor die Feuerwehr eintrifft. Feuerlöscher spielen dabei eine entscheidende Rolle – wenn sie richtig eingeplant sind. Die Auswahl und Brandklassen sind in der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 festgelegt. Nicht jeder Löscher eignet sich für jeden Entstehungsbrand. Während ein Wasserlöscher einen brennenden Papierkorb schnell und ohne Folgeschäden unter Kontrolle bringt, führt sein Einsatz bei einem Fettbrand zu einer Verpuffung und einer weiteren Ausbreitung des Feuers.

Wer also ein stimmiges Brandschutzkonzept plant und umsetzt, muss sich zuvor über die spätere Nutzungsart informieren. Erst daraus ergeben sich die potenziellen Brandklassen und damit auch das richtige Löschmittel beim mobilen Brandschutz.

Wer langfristig plant, sollte sich nicht für Dauerdruck-, sondern für Aufladefeuerlöscher entscheiden. Sie sind zwar etwas teurer, aber langfristig wartungsfreundlicher und zuverlässiger. Feuerlöscher sollte man zudem von einem etablierten Unternehmen kaufen, das auch die entsprechenden Mitarbeiterschulungen zum Brandschutzbeauftragen oder Brandschutz- und Evakuierungshelfer anbietet.

Autor: Dr. Wolfram Krause, Geschäftsführer, bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e. V.

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Rauchmelderpflicht

Mit ihrer Einführung in Berlin und Brandenburg ist die Rauchwarnmelderpflicht in allen Bundesländern gesetzlich verankert. In Brandenburg müssen Neubauten ab 1. Juli 2016, in Berlin ab 1. Januar 2017 mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein. Die Ausstattungspflicht gilt für alle Aufenthaltsräume sowie für Flure, über die Rettungswege führen. Die Nachrüstpflicht für Bestandsbauten endet in beiden Bundesländern am 31. Dezember 2020.

Autor: Philip Kennedy, Geschäftsführer, Ei Electronics GmbH

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Energieeffizienz durch Gebäudeautomation

Kosten senken, das kann man heute nicht mehr nur mit Dämm-Maßnahmen und intelligenter Architektur. Bei der Energieeffizienz wird die Gebäudeautomation immer wichtiger.

Während in der Vergangenheit die Bedienung von Anlagen das Hauptziel der Gebäudeautomation war, hat sich ihr Funktionsumfang in den letzten Jahren stark erweitert (siehe VDI 3813 Blatt 2). Dabei rückt die Energieeffizienz zunehmend in den Mittelpunkt. Nicht nur in Privathaushalten werden zum Beispiel einfache Heizkörperthermostate durch intelligente Stellglieder ersetzt, welche die Raumtemperatur bei Abwesenheit herunter regeln. Bei der nutzungsabhängigen Automatisierung gibt es allerdings noch viel Luft nach oben. Nach wie vor brennt permanent Licht in unbenutzten Aufzügen, Besprechungsräume werden auf wohlige 22 Grad geheizt – obwohl kein Meeting stattfindet.

Entscheidend für ein effizientes Energiemanagement ist die Vernetzung: Je mehr Informationen die Gebäudeautomation beispielsweise über Zustand, die Nutzung oder Anwesenheit von Personen hat, umso exakter können die definierten Raumparameter während der Nutzung eingehalten und danach die jeweils energiesparendsten Anlagenzustände herbeigeführt werden. Den Belegungsplan für das Besprechungszimmer mit der TGA zu vernetzen, ist heute technisch kein Problem mehr – eher eine Frage von Organisation, Akzeptanz und Flexibilität.

Autor: Thomas Terhorst, Geschäftsführer, Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik im VDI – Verein Deutscher Ingenieure e.V.

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